Menschen vor Riesenbüchern

APA/dpa-Zentralbild/Hendrik Schmidt

Sachbücher im März

Die monatlich erscheinende Sachbuch-Bestenliste der Medienpartner "Die Literarische Welt", Radiosender WDR 5, "Neue Zürcher Zeitung“ sowie Ö1.

Unabhängiges Gremium

Unsere Liste wird von einem unabhängigen Gremium erstellt, dem Fachjournalisten und renommierte Publizisten angehören, darunter Wissenschaftler wie Herfried Münkler und Jochen Hörisch. Das Gremium, das ab Januar noch erweitert werden wird, ermittelt monatlich zehn Bücher auf Basis von Punkten. Jeder Juror, jede Jurorin kann 8, 6, 4 oder 2 Punkte für vier Bücher vergeben.

1. Esther Duflo / Abhijit V. Banerjee

"Gute Ökonomie für harte Zeiten - Sechs Überlebensfragen und wie wir sie besser lösen können", übersetzt von Thorsten Schmidt, Stephan Gebauer-Lippert und Heike Schlatterer, Penguin Verlag, 560 Seiten

2. Daron Acemoglu / James A. Robinson

"Gleichgewicht der Macht - Der ewige Kampf zwischen Staat und Gesellschaft", übersetzt von Bernhard Jendricke, Christa Prummer-Lehmair, Sonja Schuhmacher und Thomas Wollermann, S. Fischer Verlag, 267 Seiten

3. Ian Morris

"Beute, Ernte, Öl - Wie Energiequellen Gesellschaften formen", übersetzt von Jürgen Neubauer, Deutsche Verlags-Anstalt, 425 Seiten

4. Peter André Alt

"'Jemand musste Josef K. verleumdet haben …' - Erste Sätze der Weltliteratur und was sie uns verraten", C. H. Beck Verlag, 262 Seiten

5. Karl Schlögel

"Der Duft der Imperien - Chanel N° 5 und Rotes Moskau", Carl Hanser Verlag, 221 Seiten

6. Hannes Leidinger / Christian Rapp

"Hitler - Prägende Jahre. Kindheit und Jugend 1889-1914", Residenz Verlag, 224 Seiten

7. James Lovelock

"Novozän - Das kommende Zeitalter der Hyperintelligenz", übersetzt von Annabel Zettel, C. H. Beck Verlag, 160 Seiten

8. Judith N. Shklar

"Über Hannah Arendt", herausgegeben und übersetzt von Hannes Bajohr, Verlag Matthes & Seitz (Fröhliche Wissenschaft), 120 Seiten

9. Bettina Hitzer

"Krebs fühlen - Eine Emotionsgeschichte des 20. Jahrhunderts", Verlag Klett-Cotta, 540 Seiten

10. Zhuangzi

"Das Buch der daoistischen Weisheit", übersetzt von Viktor Kalinke, Verlag Philipp Reclam jun., 456 Seiten

Dieser Versuch, "die wesentlichen Erkenntnisse des Marxismus und der Umweltgeschichtsschreibung in eine neue Synthese" einzubringen und mit dem Konzept der "Natur als Ganzes" zu verknüpfen, verdient erhöhte Aufmerksamkeit. Grundsätzliche Überlegungen zur Anerkenntnis des "Endes der billigen Natur" im Rahmen einer "Weltökologie" bereiten die Grundlage zu noch ausstehenden Überlegungen für das Handeln der in Staaten sich organisierenden Menschheit. Daraus folgende Strategien werden einen Horizont jenseits marxistischer Denktraditionen eröffnen. (Helwig Schmidt-Glintzer)

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