Gemeinsam erinnern
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Kamele im Waldviertel
Helga Gruber, Jahrgang 1941 - 26. März 2025, 15:19
Vater war in Gmünd bei der Bundesbahn beschäftigt, Mutter war Schneiderin. Im Jahr 1945 bis 1946 war die Familie in Höhenberg bei Bauern untergebracht. Dort kamen die Russen hin. Es gab dort einen kleinen Gemeindeteich. Die Mutter als Wienerin war die einzige, die schwimmen konnte. Sie hat immer erzählt, dass sie fast ertrunken ist, weil sie was schnauben gehört hat und sich umgedreht hat. Im Wasser war ein Kamel hinter ihr! Ich hab ihr das nicht geglaubt, bis Hugo Portisch in einer Doku berichtet hat, dass vom Kaukasus nicht nur Soldaten mit Pferden gekommen waren, sondern auch welche mit Kamelen.
Erleichterung
Simone Karlhuber - 26. März 2025, 14:23
Schrecksekunden für meine Mutter bei der Grenzkontrolle auf der Nibelungenbrücke
Erleichterung!
Ich bin im Jahr 1950 in Linz geboren. Die Donau war damals die Grenze zwischen amerikanischer und russischer Besatzungszone. Wir wohnten südlich der Donau, also in der amerikanischen Zone. Auf der anderen Seite, in Urfahr, hatten Verwandte meines Vaters ein kleines Lebensmittelgeschäft, wo meine Eltern manchmal etwas zu essen holen konnten. Eines Tages wollte meine Mutter mit mir als zweijährigem Kind wieder einmal die Brücke überqueren. Zu ihrem großen Schreck nahm der russische Grenzsoldat mich ihr wortlos weg und verschwand mit mir in dem Kontrollhäuschen. Nach bangen Minuten kam er mit mir auf dem Arm heraus: ich strahlte und hatte ein Stück Schokolade in der Hand! Diese Szene hat sich meiner Mutter tief eingeprägt, sie hat sie mir öfters erzählt.
Die Nibelungenbrücke bildete bis 1955 die Grenze zwischen den beiden Zonen, bis 1953 gab es die Brückenkontrollen.
Simone Karlhuber
Die Sicht von unten
Dr. Helmut Friedrichsmeier - 26. März 2025, 11:14
KIndheitserinnerungen aus dem Salzkammergut (1948-1955)
Unter dem Titel "Die Sicht von unten" .
In Buchform erschienen im Verlag Bibliithek der Provinz.
Kurzgeschichten über alle Bereiche des damaligen Lebens, z.B.: Einquartierungen von Soldaten und Flüchtlingen, Weiterleben des "Führer-Mythos", Kriegsinvalide, prägende Kindheitserinnerungen an die Besatzer, Zonengrenzen und die Probleme/Gefahren bei deren Überquerung, Wiederbelebung des Tourismus mit einfacher Infrastruktur, etc.
Die Nachbeben des Heimatverlusts
Daniela Müller - 26. März 2025, 10:07

Als 1969 Geborene kann ich über die Zeit 1945 - 1955 freilich nichts sagen. Darüber, dass auch mein Leben im Schatten der Flucht meiner Großeltern aus dem damaligen Jugoslawien stand - sie waren Donauschwaben - durfte ich in den vergangenen Jahrzehnten einiges erfahren. Vor allem, was es betrifft, nicht bearbeitete Traumata zweier Generationen aufzuarbeiten, die allzu früh gestorben und manche davon nie wirklich in ihrer neuen Heimat angekommen sind. Meine Familiengeschichte sehe ich als Lehrbeispiel aus Norbert Elias' "Etablierte und Außenseiter". 2015 durfte ich für die Salzburger Nachrichten, für die ich als freie Redakteurin arbeite, einen Beitrag verfassen, siehe Anhang. Heute denke ich, dass es gerade meine Familiengeschichte war, die den Berufswunsch Journalistin in mir geweckt hat.
Wertvolle Fracht
Werner Merkatz, Jahrgang 1947 - 25. März 2025, 23:36
Auf dem Leiterwagen seines Stiefgroßvaters ging es für Werner Merkatz als Kind regelmäßig in den Wald - doch so manches blieb den Blicken der russischen Soldaten dabei verborgen
Der Herrgott kommt aus Osttirol
Gertraud Koppelstätter, Jahrgang 1941 - 25. März 2025, 22:48
Gertraud Koppelstätter war 4 Jahre alt, als ihre hochschwangere Mutter mit ihr im Frühjahr 1945 aus der sowjetischen Zone Richtung Westen zu Verwandten flüchtet. Als diese jedoch Mutter und Tochter abweisen, stranden sie um 5 Uhr früh hungrig und frierend auf dem Bahnhof von Bischofshofen.
Gewitzte Gemüselieferung
Helga Mathis, Jahrgang 1945 - 25. März 2025, 22:26
Von dürftigen Mahlzeiten in ihrer Kindheit nach dem Krieg erzählt Helga Mathis am Ö1 Telefon. Aber zum Glück gab es da noch eine Tante – mit einem Garten in Klosterneuburg. Einmal in der Woche kam die Tante zu Fuß in den 19. Bezirk, um Gemüse zu bringen. Geschickt wappnete sie sich vor der Begegnung mit russischen Soldaten am Weg.
Tagebuch der Marie Rohr von Denta
Leander Lerch - 25. März 2025, 11:31
Marie Rohr verh. k.u.k. Feldmarschall Franz Rohr von Denta. Häufig kommt "Christl" vor, Tochter Christine, die den Nachlass der, vom NS ermordeten, Univ.prof. Elise Richter gerettet hat.
Auszüge aus den Tagebüchern der Marie Rohr von Denta
31.3.1945 10:00 Uhr vormittags Voralarm, 11:00 Uhr schon Entwarnung. 12:00 Uhr mittags Alarm, doch hörte man nur in der Weite dumpfe Schüsse. Wir mussten nicht in den Keller gehen u. 13:30 Uhr Entwarnung.
Christl ist heute zuhause geblieben, traurige unruhige Ostern haben wir, man erwartet in allernächster Zeit die Russen. Wir fürchten aber nichts u. hoffen, es geht alles schnell vorüber.
9.4.1945 … Wir schliefen wieder im Keller, doch hörte man nicht viel. Wir wissen gar nichts Näheres ob die Russen noch in unserer nächsten Nähe sind. Das Schießen hört sich an als wäre es nahe. Das Schießen war sehr arg, wir gingen in den Keller.
Am Nachmittag polterten sieben bis acht Russen an das Haustor, wir saßen in der Einfahrt u. öffneten gleich, nun begehrten sie gleich Uhren. Christl gab ihnen eine silberne Armbanduhr, über die der Mann sehr befriedigt war. Wir standen alle beisammen u. erklärten, dass wir „Austria“ sind.
Die Tür … rissen sie mit Gewalt auf, durchwühlten alle Kästen u. fanden auch zwei kleine unleserlich, die sie sich genommen haben. In den anderen Zimmern nahmen sie nichts. Einige waren besonders wilde Kerle, auch gar nicht in Uniform, sie baten um Wasser. Sie tranken nur wenig u. wollten wir sollten den ersten Schluck aus dem Glas nehmen, was wir auch taten. Nach circa einer Stunde kam ein Einzelner, der … sich die Kammer aufsperren ließ, wo sie ein Auto zu finden glaubten. Als er durch die Gittertür sah, dass es keine Garage ist ging er schon.
Nach einiger Zeit kamen zwei sehr wilde junge Kerle in Uniform … u. Uhren verlangten u. uns natürlich nicht verstanden, als wir ihnen erklären wollten, dass schon welche hier waren. Dennoch sind wir glücklich von ihnen befreit zu sein. Wenn nur jemand käme mit dem man sprechen kann.
Gott sei Dank verstehen sie uns, wenn wir sagen: „Wir sind Austria“.
10.4.1945 der gestrige Tag verlief insofern ruhig, weil die Soldaten nicht mehr kamen. Dafür schnitt es aber tief ins Herz, weil man die Beschießung u. Bombardierung von Wien den ganzen Tag über hörte u. auch den Rauch von den Bränden in unserer lieben Stadt sah. ...
16.4.1945 die Nacht verlief, Gott sei Dank, wieder ruhig, auch Christl u. Fräulein Neuziel haben besser geschlafen. Schon gegen 10:00 Uhr vormittags kam ein angeheiterter Russe durch den Garten, schaute nur ins Speisezimmer u. ging beim Haustor wieder hinaus …
Nach circa einer Stunde kam wieder ein Russe, wollte beim Haus hinein u. als man ihm nicht aufmachte … kletterte über die Planken bei uns in den Hof. Er war nicht angetrunken, setzte sich in der Einfahrt nieder, Christl … u. ich zu ihm. Verständigen konnten wir uns natürlich nur sehr schwer mit ihm. Er fragte, wie alt wir seien … Er schilderte auch die Gräueltaten der Deutschen, erzählte, dass Hitler im Flugzeug davon ist u. dass seine Eltern, seine Frau u. Kind auch nicht mehr leben. Christl fing an ein wenig zu verstehen, ihre vergleichenden Sprachwissenschaftsstudien kamen ihr zu Gute. Bald stand er auf u. ging in den 1. Stock, durch die Zimmer, auf beide Böden, griff das Bettzeug, welches im letzten Zimmer ist, war aber ruhig. Dann ging er durch den Hof, ließ sich die Kammer aufsperren, schaute zu den Hasen, ging in die Küche schaute auf den Herd, … entdeckte den Kellerausstieg u. verlangte in den Keller zu gehen. Er verlangte eine Lampe u. sah gleich den Wein u. nahm eine Flasche mit herauf. Wir saßen wieder mit ihm u. mussten auch trinken, nach einer Zeit stand er wieder auf … Wir waren froh, dass er aus dem Haus war. Natürlich sind wir besorgt was sein wird, wenn in der Nacht einer hereinkommt. … Es werden Scheine für Brot ausgegeben …
20.4.1945 die Nacht war ohne jede Ruhestörung u. wir haben lange nicht so gut geschlafen, fühlten u. heute so sicher. Als ich morgens hinunter kam hörte ich den einquartierten Offizier … So viel verstand ich, dass er aus Kiew ist, Gymnasium gemacht hat u. Mathematik studiert. Ich fragte ihn ob in Wien auch Amerikaner sind, worauf er mir zeigte, dass Amerikaner mit Russen u. Franzosen 24 Kilometer vor Berlin stehen. Gott sei Dank kamen heute keine so wilden Burschen herein u. ich habe den Eindruck, dass wir schon dauernde Besatzung haben. … Christl kam … gerade aus dem Garten. Er fragte mich ob diese Frau auch im Haus wohnt, worauf ich im erklärte, es wäre meine Tochter u. auch Doktor. Christl … erzählte er, dass er der Sohn eines Sängerkünstlerehepaars in Kiew sei. …
30.4.1945 Gott sei Dank war die Nacht ruhig. Auch der gestrige Sonntag verlief ohne unangenehmen Zwischenfall. Christl ist heute … nach Wien gefahren u. will zeitlich am Nachmittag wieder zuhause sein … Es sind nur viele Fensterscheiben zerschlagen aber sonst erlitt die NationalBibliothek keinen Schaden. Gearbeitet wird noch nicht u. sie fährt auch erst Ende der Woche wieder hinein, wer Direktor werden wird weiß man noch nicht. …
1.5.1945 die Nacht war ruhig, wir schliefen gut. Unsere Fahne, Rot Weiß Rot, flattert bei dem vorspringenden Fenster. …
8.5.1945 nachts hatten wir Ruhe, man hörte aber viel Schießen u. auch das Abwerfen von Bomben. Tagsüber war Ruhe, es kam auch niemand ins Haus.
Die Zeitung verkündet „Der Krieg ist zu Ende“, eine schönere Nachricht kam es nicht geben. Um 20:00 Uhr abends läuteten die Kirchenglocken … Das war so wunderschön anzuhören, das rührte mich zu Tränen. Gott sei Lob u. Dank kam man nur immer wieder sagen. Nun muss ja auch das Plündern ein Ende haben.
17.5.1945 der gestrige Tag war ruhig, es kam kein Russe ins Haus, auch die Nacht war ruhig, am frühen Vormittag kam ein Mann der Polizei … man verlangte einen Teil des Mehls, was wir ehe die Polsterer Mühle von der SS angezündet wurde, nehmen konnten. Ich sagte, dass mir ja auch die Russen einen guten Teil genommen haben … Nun bleibt uns nicht viel, doch ist die Not groß, Hitler hat uns so weit gebracht. Das Mehl kommt gleich zum Bäcker, der kein Mehl hat um Brot zu backen, was wohl sehr traurig ist. Gott gebe, dass wir durchhalten mögen u. dass uns von den Alliierten Mächten geholfen wird. …
6.6.1945 die Ruhe hält Gott sei Dank an, es wurde heute im Radio verlautbart, dass die Russen am 11. des Monats endgültig unsere Gegend verlassen. Dahin hätten wir also nur fünf Tage bis wir von dieser wilden Horde befreit sind. Immer u. immer kann man nur wiederholen wie unverantwortlich es von Hitler war so lange diesen ganz aussichtslosen Krieg zu führen. Wie viel Blut floss da für nichts?
26.6.1945 es zeigte sich kein Russe, weder im Haus noch im Garten, Gott sei Dank. Heute pflückten Christl u. Hanni schon zeitlich Himbeeren u. Erdbeeren, wir wollen sie um keinen Preis den Russen lassen. …
Christl die eben nach Hause gekommen, erzählte mir was sie heute in der Stadtbahn erlebt hat u. so unglaublich ist, dass sie es nie glauben würde, wenn es ihr erzählt wird. Als der Zug in die Station Karlsplatz einfuhr stand ein betrunkener u. laut schimpfender Russe mit einer Schnapsflasche in der Hand auf dem einen Trittbrett. Die Leute stiegen dessen ungeachtet ein u. kümmerten sich nicht um ihn. Vis-à-vis von Christl saß ein junges Ehepaar, die junge Frau hatte ein Modejournal in der Hand u. blätterte darin, auf einmal kam der Russe von der Plattform in den Wagen u. riss der Dame das Journal aus der Hand. Auf das griff der Herr nach dem Blatt u. im selben Augenblick gab ihm der Russe eine Ohrfeige u. verschwand wieder auf die Plattform. Der junge Mann wurde kreideweiß veränderte aber keine Miene u. sagte auch kein Wort. Was jedenfalls das Beste war. Denn mit dem wilden betrunkenen Kerl fing man lieber nichts an. Alle Fahrgäste schimpften was man sich alles gefallen lassen muss. Der Russe schaute sich das Journal an, kam dann wieder in den Wagen u. haute es dem Herrn ins Gesicht. …
8.7.1945 heute war einmal kein Russe im Garten, Gott sei Dank kann man nur immer wieder sagen. Wann sie fortgehen weiß niemand. …
Die Nahrungsverhältnisse sind jetzt schon ganz furchtbar u. können sich nicht bessern solang die Russen hier sind. Sie beschlagnahmen einfach alles, haben uns den Käse genommen. … Man weiß schon nicht was Kochen, ich bin schon ratlos. All das haben wir diesem unglückseligem Naziregime zu verdanken.
9.7.1945 Gott sei Dank, wir hatten Ruhe, aber die Russen haben wir immer noch. In den entlegenen Häusern in der Gegend von Breitenfurt haben sie ganz schreckliche Dinge aufgeführt. Ein junges Mädchen haben sie erschossen, ein anderes Mädchen hat sich erhängt um nicht in die Hände dieser Wilden zu fallen u. geplündert haben sie ganz fürchterlich. …
12.7.1945 heute waren wieder Russen im Garten u. haben die zwei … Apfelbäume ganz abgeräumt ebenso die paar Pflaumen abgenommen. … Nichts lassen sie einem, es ist schon ganz furchtbar.
Heute sind wieder 400 Russen gekommen, nachdem in Rodaun kein Platz für sie ist quartierte man sie in Liesing ein. Aus den Genossenschaftshäusern mussten die Leute hinaus um Platz für diese wilde Horde zu geben. In Perchtoldsdorf suchen sie die Häuser nach Desertierten ab. …
Ich weiß schon nicht mehr was ich kochen soll. Ich habe nur mehr ganz wenig schwarzes Mehl, weißes gar nicht mehr. Es tut mir weh, wenn ich Christl so schlechtes Essen geben muss u. kann es nicht ändern. Alles haben wir diesem Narren, dem Hitler, zu verdanken. Er hat uns total ruiniert. …
27.7. 1945 … Nichts kann in Betrieb gesetzt werden solange die Russen nicht fort sind. Es wäre unser Untergang, das ist die Ansicht von allen. Die Verhandlungen über die Besetzung sind wohl noch nicht zu Ende u. so hat man leise Hoffnung … es kommt anders. …
All dies haben wir diesem Verbrecher Hitler zu verdanken. Was hat man für Nahrungssorgen, wie klein sind die Rationen. Es ist schon kaum mehr auszuhalten. Ich bin oft schon der Verzweiflung nahe, wenn ich so gar nicht weiß was auf den Tisch geben. Möge mir der liebe Gott weiterhelfen.
Sonderkommission d. Post- und Telegraphendirektion
Gerhard Walter - 25. März 2025, 09:01
Entnazifizierung:
Die Sonderkommission bei der Post- und Telegraphendirektion entscheidet nach dem Verbotsgesetz über eine Wiedereinstellung meines Großvaters Roland Rosmanith.
Erkenntnis:
Die Sonderkommission bei der Post- und Telegraphendirektion für Wien, Niederösterreich und Burgenland in Wien hat am 14. 6. 1946 unter Vorsitz des Dr. Hönel und im Beisein von Rosa Kammerer und Franz Klein als Mitglieder der Sonderkommission nach Anhörung des Dr. Friedrich Mandler als Vertreter der Dienstbehörde (des Liquidators der Einrichtungen des Deutschen Reiches in der Republik Österreich, Post- und Telegraphenverwaltung) gemäß §18/1/2-4 und § 19 der 3. Durchführungsverordnung zum Verbotsgesetz, St.G.Bl. Nr. 131/45 bei der Beurteilung des
Technischen Telegrapheninspektors
Roland Rosmanith
in
XVI., Wilhelminenstr. 106
im Sinne des § 21 des Verfassungsgesetzes vom 8. 5. 1945 über das Verbot der NSDAP (Verbotsgesetz), StGB1. 13/45 nach durchgeführter mündlicher Verhandlung festgestellt:
Technischer Telegrapheninspektor Roland Rosmanith bietet nach seinem bisherigen Verhalten keine Gewähr dafür, daß er jederzeit rückhaltlos für die unabhängige Republik Österreich eintreten werde.
Technischer Telegrapheninspektor Roland Rosmanith wird deshalb gemäß § 21 des Verbotsgesetzes StGB1. 13/45 bzw. § 19 Abs. 1 der dritten Durchführungsverordnung zum Verbotsgesetz, StGB1. 131/45 mit Kürzung des Ruhegenusses um 15% in den dauernden Ruhestand versetzt.
Gesamter Text und Faksimile:
https://www.andacht.at/et_cetera/roland-rosmanith
Mutter fast beim BBC Hören erwischt worden
Hubert Hradil, Jahrgang 1941 - 24. März 2025, 23:44
Der damals 3-Jährige erlebt 1944 daheim eine brenzlige Situation, berichtet Herr Hradil am Ö1-Telefon.