Schließ die Augen

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Ein schönes Video

WeGe theater - 7. Jänner 2026, 10:06

Mit dabei, bei der Geburt von etwas ganz Großem.

Das Phantom

Irmgard Ebner - 6. Jänner 2026, 22:18

Das Phantom Mini-Psycho-Thriller 3 Figuren, 1 Erzählerin (innere Stimme von Theresa) Figuren: T: Theresa A: Alexander, Kollege M: Matthias, Kollege Ist da jemand? Theresa bleibt stehen. Hat sie etwas gehört? Sie sieht nach links, nach rechts, nach hinten. Der Weg durch den Park untermalt vom Geplauder der Vögel. Nein. Nichts. Niemand nur die melodische Glocke der Straßenbahn. Ganz ruhig, denkt sie, legt sich den Schal um den Hals und geht langsam weiter. Die Herbstsonne steht schon tief zwischen den Bäumen. Das letzte Abendlicht. Wie schön! Eigentlich liebt Theresa diesen Moment. Aber diese ungenießbaren Kollegen in der Agentur! Die haben sie richtig nervös gemacht. Vor allem Alexander mit seinen Gruselgeschichten! Was hat er vorhin in der Kaffeepause noch gesagt? A (in einer Zeitung blätternd): Na geh, schon wieder das Phantom! T: Welches Phantom? A (lacht): Welches Phantom? Hast du das gehört, Matthias? Hauptsache blaue Haare und jede Menge Tattoos, aber keine Ahnung, was hier in Wien passiert. M: Was, Thersa? Du hast noch nichts von diesem Kriminellen gehört? Liest du keine Nachrichten, Mädel? T: Doch, aber ihr wisst offensichtlich noch mehr ihr Intelligenzbestien! A: Oh so frech. Naja… stell dir vor, so ein Verrückter! Er hat schon fünf Leute überfallen. Immer auf dieselbe Art: Immer im Burggarten und immer abends kurz vor sieben. Und natürlich immer ganz in Schwarz: schwarze Jacke, schwarzer Schal, schwarze Kapperl Plötzlich steht der vor dir, mit irgendwas in der Hand, und sagt mit einer ganz seltsamen Stimme: ‚Schließ die Augen‘. Und -schwupps- ist dein Geld weg. T: Mit einer seltsamen Stimme? A: Ja, total unnatürlich! (ahmt die Stimme nach) „Schließ die Augen!“. Wie eine Comic-Figur im Film, sagen alle. Die fünf Opfer waren natürlich alle keine normalen Spaziergänger, sondern reiche Leute auf dem Weg zur Oper. Die ist ja direkt am Park und beginnt so um 19 Uhr. Verrückt, oder? T (lachend): Spannend! Vielleicht ist das so eine Art Zorro? Oder ein moderner Robin Hood? Vielleicht gibt er ja das Geld an arme Leute weiter. Das wäre doch super! A: Typisch Mutter Theresa! Du siehst schon wieder das Gute und hast natürlich Sympathien für dieses Monster. Aber wenn so einer mal dir das Messer unter die Nase hält, findest du sicher auch nicht lustig. Und schon gar nicht spannend. T: Vielleicht hat er gar kein Messer, und vielleicht ist das ja ein Mensch wie du und ich! A (genervt): So ein Blödsinn! Du hast doch keine Ahnung! Du mit deinen Hirngespinsten! M(besorgt): Geh Theresa, du gehst doch auch immer durch den Park nach Hause. Mach das besser nicht mehr! Bleib auf der Straße oder nimm den Bus oder die Bimm, oder wenn du magst ich kann dich natürlich auch heim begleiten? T (lacht): Nein danke, Onkel Mat! Sehr nett von dir, aber ich kann schon selbst auf mich aufpassen. Und VIP-Karten für die Oper habe ich auch keine. M: Na gut, aber sei vorsichtig! Bitte! ‚Nein danke, Onkel Mat‘. Und jetzt? Jetzt ist Theresa doch in den Park gegangen. Ein Fehler? Theresa sieht auf die Uhr. Viertel vor sieben. Schon wird es dunkel. Sie bleibt wieder stehen, sie hört das Rascheln der Bäume. Hat sie auch Schritte gehört? Hinter ihr? Da war doch etwas! Vorsichtig sieht sie zurück. Ja, da ist jemand, zwanzig, fünfundzwanzig Meter entfernt. Oder? Theresa geht weiter, ein bisschen schneller jetzt. Plötzlich springt sie auf die Seite, hinter einen Baum. Ja, da läuft jemand. Ganz sicher. Ein Mann, dunkle Jacke, dunkler Schal. Er kommt näher. Ganz ruhig bleiben, denkt sie. Er ist schon fast neben ihr. Nur noch zwei oder drei Meter entfernt. Hat er sie gesehen? Theresa zieht ihre Kappe nach unten, wartet noch eine Sekunde und macht dann einen großen Schritt. Er bleibt sofort stehen. Theresa steht direkt vor ihm. Sie kann sein Gesicht nur undeutlich erkennen. Aber sie spürt seine Angst. Natürlich hat er Angst. Wie die anderen auch. Langsam, ganz langsam legt sie die Hand an ihre Nase: „Schließ die Augen.“

BRAUSENDER BACH

Elias Franziskus Grüner - 6. Jänner 2026, 21:57

Exzerpt von: György Ligeti - Concert Românesc und: Brausender Bach Er lief den Bach entlang, Freute sich am Brausen, Atmete gierig die kalte Luft ein. Ließ seine Schuhe auf der Wiese, Kletterte die steinerne Wand empor, An welcher das Quellwasser herunterfiel. Schließ die Augen. Als seine Äuglein über die Felswand blickten, Breitete sich der ruhige Bachlauf aus. Beide Seiten des Wassers waren gezäumt, Durch weiches und gesundes Moos. Es wirkte alles noch lieblicher in der Abendsonne. Schließ die Augen. Entzückt im leichten Schritte, Stieg er durch das weiche Wasser. Hüpfte das eine oder andere mal von Stein zu Stein, Und tat dabei seinen Sohlen wohl, Auf dem empfangendem Moos. Schließ die Augen. Da schwang sich der Bach um eine Kurve. Im Schwung sammelte sich das Wasser zu einem Seelein. Davor ließ er sich nieder. Warf Hemd und Hose von sich fern Und begann triumphierend zu schreien. Nackt. Schließ die Augen. Der erste Schrei kam ihm zaghaft über die Lippen, Doch als er sich umdrehte und nichts als Bäume sah, So fasste er Mut und ließ dem Klang freien Gang. Da! Mit jedem Schrei ward ihm wohler. Nach ein paar furchtbar schrillen Schreien Kam eine Wollust in ihm auf, Welche er nicht zu beherrschen fand. Er musste lachen. Er konnte nicht anders. Er warf sich in das Moos, neben dem Seelein. Lag am Boden und lachte. Da! Er schrie wieder. Und er lachte wieder. Schließ die Augen. So warf es ihn auf dem Boden hin und her. Sein Leib bebte. Vom Lachen stieg der Bauch so schnell auf und ab, Kein Specht könnte schneller pecken. Vom Schreien ward die Stimme heißer, Bald gab es keinen Ton, nur ein hohles verkühltes Ausatmen. Sein Bäuchlein tat ihm Weh vor Lachen, Er war erschöpft und von Schweiß getränkt. Er warf sich in das eiskalte Seelein, Welches von frischem Quellwasser gefüllt war. Stand auf, triefendes Haar. Warf mit dem Wasser um sich und versuchte ein letztes mal zu Lachen, Ein letztes Mal zu Schreien. Das Empfinden, der vollendeten Verausgabung. Der endlichen Einkehr der Ruhe. Die umfassende Geborgenheit. Das ersehnte umfassende Gefühl seines Körpers, Ließ ihn, ins Geheimnis fallen. Er war erfüllt. Schließ die Augen. In seinem wohlem Befinden, Das getränkt war durch schelmische Lust, Genoss er die Natur, die um ihn war. Er konnte nicht anders als zu lieben. Sein verklärter Blick erfasste Das seelige Wohl seiner Umgebung, Seiner selbst. Schließ die Augen. -Elias Franziskus Grüner, 2022

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Nebelwald

Christine Doblinger - 6. Jänner 2026, 21:10

Dichter Nebel bedeckt das Land in einer undurchdringlichen Wand. Schaurig düstre Schwaden schleichen nasskalt durch Tannen, Buchen, Eichen. Linus und Annabell gehen Hand in Hand. Nebelverhangen ist ihr Blick, sie finden nicht mehr zurück, sie irren wie die Irren in den Nadelwaldwirren. Da macht es „Klick“. Linus stolpert: „Annabell, geh nicht so schnell!“ Auf den feuchten Blättern oh Graus rutscht er erschrocken aus: „Dort steht ein düstrer Gesell!“ „Halt dich fest an den Fichtenzweigen, die sich dort vor dir verneigen!“ ruft ihm Annabell von oben zu und bückt sich zu ihrem Schuh im feuchten Herbstwaldreigen. Linus wird vor der Tiefe gerettet und er hätte gewettet, einen Schatten gesehen zu haben dort im tiefen Hohlweggraben, in nahes Unheil eingebettet. Ein Schuss – ein Schrei – ein zweiter Schuss Annabell sackt auf das Moos nicht mehr grün, nein, blutig bloß. Linus zieht sich den Abhang hinauf, im gehetzten Pechsträhnenlauf fällt er auf Annabells Schoß. „Hilfe, Hilfe!“ Das Handy hat keinen Empfang: „Wie setz ich die Rettung in Gang?“ Angstschweiß macht sich breit, bis zum Auto ist es zu weit, ihm wird unbändig bang. Er fängt an zu schwitzen, Schweiß tritt aus den Hautritzen: „Was ist uns geschehen, wie soll es weitergehen?“ Jetzt fängt es an zu blitzen. Das Phantom erklingt erst sacht, dann laut in der Musik der Nacht: Schließ die Augen, schütze dein Gesicht vor dem grellen Tageslicht. „Linus hat die Augen aufgemacht, ist in meinem Schoß erwacht“ *** Credits: Erzählstimme - Christine Doblinger Linus - Julian Haunold Annabell - Teresa Doblinger Text - Christine Doblinger Ton, Klarinetten - Teresa Doblinger

Bald kommt ein neuer Tag

Sabine - 6. Jänner 2026, 20:04

Ich kann mich nicht bewegen, schau aus meinem Körper raus. Ich kann mich nicht erinnern, mein Kopf ist nur ein dunkles Haus. Zähl die Schatten an der Wand, im Hubschrauber hielt jemand meine Hand. In mir drinnen ist alles leis. Kenn mein Kind, und weiß, wie ich heiß! Mach die Augen zu, bald kommt ein neuer Tag. Schließ die Augen, und was er auch bringen mag. Selber auf die Seite dreh'n, aufsteh'n und aus dem Zimmer geh'n: Nun wird das Einfachste der Welt beim Universum neu bestellt. Jeder Tag ein Kampf, und ich bin stolz auf mich. Um mich herum viele Engel, sagen: Du schaffst das sicherlich! Und ich fühl mich nicht allein, Freundschaft und Liebe hüllen mich ein. Wie eine Decke, warm und weich, das macht mein Leben unendlich reich! Mach die Augen zu, bald kommt ein neuer Tag. Schließ die Augen, und was er auch bringen mag. Schatten kommen,gehn, ich wein. Stark sein kann so Vieles sein. Es geht weiter, sicherlich, und ich bin immer noch ich. Sie mußte niesen. Wie meinst du das? Die Lenkerin vom Gegenverkehr. Sie hat ausgesagt, sie mußte niesen. Kann ja stimmen. Kann sein. Kann nicht sein. Ich mußte beim Autofahren auch schon öfters niesen. Deshalb fahr ich doch nicht mit neunzig km/h auf der Bundesstraße in den Gegenverkehr. Nein. Aber sie in dich. Ja. Sie in mich. Weißt du, was die Ironie bei der Sache ist? Ich war zu langsam. Wär ich an diesem Tag schneller gefahren, wäre sie nicht in mich hineingefahren. Der Unfall wäre hinter mir passiert. Lass es trotzdem hinter dir. Du lebst. Und es liegt hinter dir. Hinter dir. Hinter dir. Langsam wird es besser, lerne gehen, Schritt für Schritt. Der Gurt war wie ein Messer, Sicherheit mit großem Schnitt. Narben heilen irgendwann, sie sind, was man sehen kann. Innerlich sieht's anders aus: Wie schaff ich das allein zuhaus?? Mach die Augen auf, spür deine Lebenskraft! Öffne die Augen, du hast schon so viel geschafft! Geh' nach vorne, Schritt für Schritt, schätze jeden Augenblick. Öffne Ohren, Augen, Herz in jeder Freude, in jedem Schmerz. Mach die Augen zu, bald kommt ein neuer Tag. Schließ die Augen, und was er auch bringen mag, bringen mag...

Genesis 2026

Michaela Schausberger - 6. Jänner 2026, 19:18

Alltägliche Urgeschichten

Webseite
https://www.elaberger.at

Stille

DICHTER. - 6. Jänner 2026, 19:17

„Stille“ ist ein kurzes Hörspiel, das meinen Dialog mit der Stille auf musikalische Weise beschreibt. Song & Texte von Igor Karbus (DICHTER.) Gesprochen und bearbeitet von Igor Karbus (DICHTER.) Empfohlen mit 🎧. Viel Spaß beim hören!

Webseite
https://www.agenturfuerst.at/schauspieler/karbus/

Social Media Seite
https://www.instagram.com/ikrs.music

mein Herz zurück

T. Wegner - 6. Jänner 2026, 19:01

An meinem 55. Geburtstag nahm ich mir vor, meine in den letzten Jahrzehnten in Wien, Berlin und anderswo geschriebenen Texte vor dem sicheren „Festplatten-Tod“ zu retten. Etwas unbedarft begann ich also im November 2025 damit, ein paar dieser Kurztexte als Episoden in meinem „ALLES ANDERE ALS PERFEKT“-Podcast ein zweites Leben zu geben. Zu dieser Zeit hörte ich im Radio auf Ö1 vom 5’-Wettbewerb, und enthusiastisch wie ich zu Beginn war, wollte ich sogleich teilnehmen. Nun, bei der Abgabe meines Wettbewerbsbeitrags rund sechs Wochen und einige Podcast-Episoden später, muss ich mir eingestehen, dass Skripting, Sprechen und Audio-Bearbeiten Herausforderungen sind, für die es eigentlich viel mehr Erfahrung und Zeit braucht. Trotzdem hoffe ich, mit diesem Beitrag über meinen Herzinfarkt Mitte 2022 in Wien das Thema bei den Hörer*innen soweit sensibilisieren zu können, dass ein Herzinfarkt jede Person jeden Alters treffen kann und alle im Ernstfall, trotz Zweifel, keine Zeit zu verlieren haben und lieber gleich die Rettung rufen sollten.

Weihnachtswind von Emilia Seiwald

Emilia Seiwald - 6. Jänner 2026, 18:49

Emilia ist unser Enkelkind und 10 Jahre alt. Oma und Opa haben beim technischen Teil der Produktion geholfen.

nach der welt

Nadia Rungger - 6. Jänner 2026, 16:29

ab und zu / taste ich blind / nach der welt / wenn sie nicht ist / wo ich vermute / kommt mir schwindel / und fast / dass ich höhe spüre / auf die land / karte schauend / wenn ich den blick / wende zum fenster / sehe ich / ab und zu / den wirt / die tischdecken falten / die ecken zusammen / und wieder / ab und zu / kommt mir / schwindel / mein haus / wackelt / es ist ein milchhaus / sagst du und / deinen worten / entnehme ich / einen stuhl / den schrank und / den schiefen gang / den gehe ich / zuerst die ferse / dann das kinn / entlang / mir schwindet der blick / aus den augen / mein haus / wackelt / am besten / wir legen es / unters kissen / du nimmst es / aus meiner hand / drehend / fallen wir einander / über / mein haus / du / sage ich / unförmig / hebe ein neues / gewicht auf / wackel nicht so / mein bauch / will nach draußen / mir zerbricht / tatsächliches / im vollen / mund / gib mir mein / kissen zurück oder / schau du morgen / was / darunter liegt / morgen / wir liegen / wie heu / zwischen unsere finger / lege ich / schafgarbe und ameisen / über gras / und du sagst / dass vergangenheit / nur woanders passiert / in rom vielleicht / oder athen / setze ich mich / anders hin / wende mich / dem heu zu / schließ die augen / ab und zu / taste nach der / welt

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