In Wahrheit ist es so...

Andreas Okopenko hat schon in frühen Jahren mit fast naturwissenschaftlich-genauen Gedichten für Aufsehen gesorgt. 1970 erschien sein Hauptwerk, der "Lexikon-Roman", der als österreichischer Avantgarde-Klassiker gilt.

"Andreas Okopenko ist einer unserer bedeutendsten Dichter, und die Stille um ihn ist gleichzeitig seine Gloriole." Mit diesen Worten hat Friederike Mayröcker einmal den Stellenwert des Autors innerhalb der österreichischen Literatur benannt.

Aufbruch aus den trüben 1950er Jahre

In jungen Jahren ist Okopenko ein engagierter Zeitgenosse, der im trüben Kulturklima der 1950er Jahre etwas bewegen will. Zusammen mit H. C. Artmann begründet er die literarische Sektion im Art-Club. 1951 bringt er die Anthologie "publikationen einer wiener gruppe junger autoren" heraus, in der sich Beiträge von H. C. Artmann, Jeannie Ebner, Gerhard Fritsch und Friederike Mayröcker finden.

Dass er auch ausgesprochen witzig sein kann, beweist Okopenko mit seinen "Lockergedichten" und für die allererste Austro-Pop-Band überhaupt, "The Worried Men Skiffle Group", hat Okopenko Songs geschrieben.

Klassiker "Lexikon-Roman"

Sein Hauptwerk legt der vielseitige Dichter 1970 vor: Der "Lexikon-Roman" gilt als österreichischer Avantgardeklassiker. Mit Büchern wie "Meteoriten" und "Kindernazi" setzt er sein avanciertes Schreibverfahren auf einer politisch-biografischen Ebene um.

"Keiner weiß so recht, woran Okopenko gerade arbeitet. Er hält sich diesbezüglich wie selten einer bedeckt", hat der Autor Otto Breicha einmal über den "leisen Andreas Okopenko" "stoßgeseufzt".

Buch-Tipp
Andreas Okopenko, "Streichelchaos. Spontangedichte", Ritter Verlag, 2005, ISBN 3854153627

Mehr dazu in oe1.ORF.at

Hör-Tipp
"Hörspiel-Studio", Dienstag, 6. März, 2007, 20:31 Uhr:
"Ein Erwachen" von Andreas Okopenko

Mehr dazu in Ö1 Programm