Was hilft bei Schuppenflechte?

Von hundert Menschen leiden zwei an Schuppenflechte (Psoriasis). Die Betroffenen leiden ein Leben lang an der entzündlichen Hauterkrankung. Mit der richtigen Therapie lassen sich jedoch sogar schwerste Formen meist in den Griff bekommen.

Rund zwei Prozent der Bevölkerung leidet an Schuppenflechte. Wenn auch die Krankheit nicht ansteckend und im Prinzip gutartig ist, so haben viele Betroffene neben den körperlichen Beschwerden mit einem enormen psychischen Leidensdruck zu kämpfen.

Die Entzündungen schmerzen, die Haut juckt, das Erscheinungsbild ist entstellend, und die Mitmenschen reagieren zuweilen mit Unverständnis und Ekel auf die schuppenden Entzündungsherde.

Wissenschaft sucht betreibt Ursachenforschung

Psoriasis ist eine der häufigsten Hauterkrankungen. Dennoch ist es bisher nicht gelungen, genau zu klären, welche Mechanismen dazu führen, dass die psoriatrischen Hautzellen überaktiv werden. Gleiches gilt für einige der Psoriasis-Mittel, von denen man zwar weiß, dass sie wirken aber nicht, auf welche Weise.

Um endlich ganz gezielt in die Krankheitsentstehung eingreifen zu können, werden die molekularen und zellulären Entstehungsmechanismen der Psoriasis erforscht. Denn nur wenn man weiß, wo die "Wurzel des Übels" liegt, kann man Medikamente entwickeln, die die Psoriasis "im Keim ersticken". Dermatologen, Rheumatologen, Immunologen und Molekularbiologen arbeiten gemeinsam an des Rätsels Lösung.

Neue Generation von Medikamenten

Viel Hoffnung macht eine neue Generation gentechnisch hergestellter Wirkstoffe: Die so genannten "Biologicals" sollen Patienten mit schwerer Psoriasis endlich eine deutliche Linderung der Symptome bringen.

Diskutieren Sie mit!

Wenn Sie Fragen zum Thema haben oder von Ihren Erfahrungen erzählen wollen, dann rufen Sie während der Sendung unter der kostenlosen Telefonnummer 0800 22 6979 an, oder posten Sie hier.

  • Warum weiß man noch immer nicht, welche Vorgänge Psoriasis auslösen?
  • Für welche Patienten sind die neuen Medikamente ("Biologicals") geeignet?
  • Moderne Therapien sind teurer als konventionelle: Ist der Kostenaufwand gerechtfertigt?
  • Welche Faktoren führen zu neuen Psoriasis-Schüben?
  • Warum haben Psoriatiker oftmals auch Gelenksprobleme?
  • Wie soll man sich (etwa als Angehöriger oder Arbeitskollege) gegenüber einen Betroffenen verhalten?
Offen gebliebene Fragen werden von Univ.-Prof. Dr. Georg Stingl, dem Leiter Abteilung für Immundermatologie und infektiöse Hautkrankheiten an der Univ.-Klinik für Dermatologie (AKH Wien) nach der Sendung in unserem Online-Forum beantwortet.

Download-Tipp
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