Welt-Erschöpfungstag

Ab Samstag lebt die Welt quasi auf Kosten der Zukunft, warnen Umweltorganisationen. Sie haben den sogenannten "Welt-Erschöpfungstag" errechnet. Damit soll zum Ausdruck gebracht werden, dass die Menschheit alle natürlichen Ressourcen verbraucht hat, die die Natur für das ganze heurige Jahr bereitstellen kann.

Morgenjournal, 21.8.2010

Der ökologische Fußabdruck

Wir verbrauchen mehr natürliche Rohstoffe und produzieren mehr klimaschädigendes CO2, als die Erde verträgt, mahnen Umweltorganisationen, und veranschaulichen das mit dem Modell des sogenannten ökologischen Fußabdrucks. Dazu werden unter anderem die Land- und Meeresflächen bemessen, der es bedarf, um Lebensmittel und Konsumgüter zu produzieren sowie um Abfälle und CO2-Emissionen abzubauen.

Dieser Wert wird damit verglichen, was die Erde tatsächlich bieten kann. Die fiktive Rechnung geht sich mit dem heutigen Tag nicht mehr aus. Ab nun hat laut Umweltorganisationen die Menschheit sozusagen ihr gesamtes Jahresbudget der weltweiten Umweltressourcen für 2010 aufgebraucht.

Österreich lebt auf großem Fuß

Österreichische Verbände meinen sogar: würde die gesamte Weltbevölkerung einen Lebensstil wie die Österreicherinnen und Österreicher pflegen, so wäre die Erde heuer bereits seit 13. Mai im ökologischen Defizit. Und weiter: Mehr als 60 Milliarden Tonnen Rohstoffe aus der Natur würden weltweit pro Jahr verbraucht. Das sei mehr als doppelt so viel wie noch vor 30 Jahren.

Umweltorganisationen ermahnen: Der sprichwörtliche Raubbau an der Natur sei nicht nur ein ökologisches Problem, er verschärfe auch bestehende Konflikte, Kriege, Hunger oder die Folgen von Naturkatastrophen.

Links

Footprint - Der ökologische Fußabdruck

Global Footprint Network

Global Footprint Network - Österreichs "Fußabdruck"

Mein Fußabdruck - den persönlichen ökologischen Fußabdruck berechnen

fussabdruck.ORF.at - eine Initiative des ORF

Link

Mehr zum Thema Umwelt in oe1.ORF.at