Weniger Einbrüche und Diebstähle

Kriminalität rückläufig

Die aktuellen Daten der Kriminalstatistik zeigen, dass die Einbruchskriminalität nach dem Höhenflug im Vorjahr jetzt zurückgeht. In den vergangenen drei Monaten ist demnach die Zahl der Einbrüche um mehr als ein Viertel gesunken. Dass das die Folge einer geänderten Zählweise, sei, weist das Bundeskriminalamt zurück.

Morgenjournal, 15.09.2010

Weniger Einbrüche

7.700 Mal wurde im heuer im ersten Halbjahr 2010 in Österreich eingebrochen, so die Statistik des Bundeskriminalamts. Im Jahr davor waren es im selben Zeitraum noch nahezu 11.000 Einbrüche, Tendenz weiter sinkend. Besonders stark zurückgegangen, nämlich um mehr als 40 Prozent, sind die Einbrüche in Einfamilienhäuser, sagt Franz Lang, Direktor des Bundeskriminalamts.

Autodiebstähle halbiert

Auch die Zahl Autodiebstähle habe sich verringert, und zwar um 50 Prozent, so Lang. Im Burgenland hat allerdings in den vergangenen zwei Monaten eine Tätergruppe für Aufregung gesorgt, die vor allem Fahrzeuge der Marken BMW und Audi entwendet hat - bisheriger Schaden: mehr als eine Million Euro. Aber auch das werde man noch in den Griff bekommen, ist sich Lang sicher. In solchen Fällen hebe man das logistische Zentrum aus, wo die Täter für diese Organisation ausgebildet und rekrutiert werden. Das dauere zwar ein paar Tage bis Wochen länger, aber man werde das so auch bei dieser Serie beenden.

Hälfte aller Tätergruppe ausgeschaltet

Insgesamt habe man heuer und im vergangenen Jahr zahlreiche Täter gefasst, sagt Lang. So seien im Vorjahr 160 Tätergruppierungen in Österreich tätig gewesen, und "mehr als die Hälfte von ihnen sind jetzt ausgeschaltet".

Zählweise nicht schuld

Kritik, dass die Einbrüche nur deshalb zurückgingen, weil nun anders gezählt wird, weist Lang zurück. An der Zählweise habe man nichts geändert, sagt Lang - ein paar Beispiele: "Ein großes Wohnhaus, 20 Wohnungen werden aufgebrochen - sind 20 Fälle in der Kriminalstatistik." Andererseits: "Wenn ein Täter betrunken nach Hause geht und 50 Schneestangen umschmeißt, dann ist das eine Sachbeschädigung, aber nicht 50." Ebenso seien es fünf Autoeinbrüche, wenn ein Täter in einer Straße fünf Autos unterschiedlicher Besitzer aufbricht.

Auch die Soko Ost sei nach wie vor im Einsatz, sagt Lang. In jedem Bundesland würden bis zu acht Aktionen pro Monat durchgeführt.

Übersicht

  • Sicherheit