Not in Pakistan bleibt enorm

Mehr als sechs Wochen nach Beginn der Jahrhundertflut in Pakistan hat sich die Lage kaum gebessert. Die Menschen, die vor den Fluten flüchten mussten, haben alles verloren. Die UNO ruft jetzt zu einer weiteren Spendenwelle auf.

Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen hat zu verstärkter finanzieller Unterstützung aufgerufen. "Niemand konnte das enorme Ausmaß der Katastrophe voraussehen", sagt Direktorin Josette Sheeran. Der Nothilfeeinsatz in Pakistan muss ausgeweitet werden. Um das Überleben der Bevölkerung zu sichern, sind noch mindestens 500 Millionen Dollar nötig.

Abendjournal, 17.09.2010

Süden weiter unter Wasser

Laut UNO leiden noch immer mehr als 18 Millionen Menschen unter den Folgen der Überschwemmungen. Josette Sheeran, die Direktorin des Welternährungsprogramms betont, dass während die Pegel in Nord und Zentralpakistan weitgehen gefallen sind, im Süden immer noch große Gebiete unter Wasser stehen. Dort verschlimmert sich das Problem.

Hunderte von Brücken wurden zerstört, und die Fluten haben 17 Millionen Hektar Anbaufläche überschwemmt. Die Nahrungsmittelpreise sind so stark gestiegen, dass es vielen Pakistani unmöglich geworden ist, ihre Familien zu ernähren.

Weitere 600 Millionen Dollar nötig

Das Welternährungsprogramm unterstützt jeden Monat sechs Millionen Menschen mit Nothilfe. Besonders Kinder brauchen Nahrung: Energieriegel sind lebensnotwendig, weil sie Augen und Hautkrankheiten bekommen.


Um das Überleben der Menschen zu sichern, sagt Sheeran, sind mindestens 600 Millionen Dollar nötig. Das Welternährungsprogramm habe aber bis jetzt nur 100 Millionen erhalten. Sie hat die Geberländer dazu aufgerufen, zusätzliche Hilfe für Pakistan zu Verfügung zu stellen.

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