Programm für 2011

Salzburg Biennale

Im Mozartjahr 2006 wurde intensiv versucht, Salzburg nicht nur als Geburtsstadt Mozarts, sondern als Ort für zeitgenössische Kunst zu positionieren. Vor allem die Salzburg Biennale sollte dieses Image zeigen. Im März 2009 unter der Leitung von Hans Landesmann gegründet, hat nun die deutsche Musikmanagerin Heike Hoffmann die künstlerische Leitung übernommen.

Kulturjournal, 22.10.2010

Vier Komponisten im Mittelpunkt

Da werden die Ohren aber Augen machen, wenn im März des kommenden Jahres neue Musik aller Formen und Arten aufgeführt wird. Wer auf Rap und Streichquartett setzt, liegt am letzten Wochenende richtig, wenn sich alles um den Komponisten Thomas Kessler dreht.

Vier Programmlinien hat Heike Hoffmann vorgegeben, bei Zoom stehen an den vier Wochenenden vier Komponisten im Mittelpunkt, vor dem Schweizer Kessler werden es Michael Gielen, Friedrich Cerha, der Träger des Salzburger Musikpreises, und Dieter Schnebel sein.

Focus rückt das Streichquartett in den Mittelpunkt mit Musik von der 2. Wiener Schule bis zur Gegenwart. Lichtspielmusik ist auch für jene Teile des Publikums gedacht, die sonst um zeitgenössische Musik einen Boden machen könnten, meint Heike Hoffmann.

Die Jungen begeistern

Musiktheater und Produktionen, die mehr sind als das klassische Konzert: Zum Beispiel die Kafka-Fragmente, szenisch gedeutet, die Kammeroper "Narcissus und Echo" von Jay Schwartz oder eine Konzertinstallation des Berliner Solistenensembles Kaleidoskop.

Die Musikprojekte werden ergänzt durch "Kunst im öffentlichen Raum", Galerien sind eingebunden, aber auch Plätze und Gassen der Stadt. Und auch einen eigenen möglichst spektakulären Pavillon für die Biennale soll es geben. Insgesamt sind 28 Konzerte vorgesehen mit Stücken von 71 Komponisten aus zwölf Ländern, 10.000 Karten wurden aufgelegt.

Viel Publikum also muss für die verschiedenen Arten der neuen Musik gewonnen werden, auch und ganz speziell junge Leute. An sie wendet sich die Gruppe Grammofocus, Jugendliche, die auch journalistisch tätig sein werden. Mit dabei zum Beispiel Clemens Öllinger: Als Sängerknabe hat er gelernt, dass man mit Neuer Musik erst dann begeistern kann, wenn man sie gut kennt und dass diese Begeisterung dann auch an das Publikum weitergegeben werden kann. Diese Begeisterung soll bei Jugendlichen durch eigenes Gestalten geweckt werden: "Sprachspiele und Co" oder "Weekend of Movies" geben das Motto für eigene Kreativität vor. Realisiert wird das Programm von vielen Salzburger Veranstaltern, finanziert von Sponsoren, Stadt und Land Salzburg sowie dem Tourismusverband.