Razzia bei Feuerwehrausrüstern

Bei einer bundesweiten Razzia in Deutschland ist die Polizei in der Vorwoche gegen führende Hersteller von Feuerwehrtechnik vorgegangen, darunter auch gegen einen Ableger des oberösterreichischen Feuerwehr-Ausrüsters Rosenbauer. Es geht dabei um Bestechungsvorwürfe. 70 Beamte durchsuchten Gebäude und beschlagnahmten dabei Aktenordner, Computer und Dateien.

Zwei Firmen dominieren den Markt

Hintergrund der Ermittlungen ist ein Verfahren des deutschen Bundeskartellamtes gegen die Iveco Brandschutztechnik GmbH in Ulm und die Rosenbauer-Gruppe wegen Absprachen bei der Herstellung von Feuerwehrfahrzeugen mit Drehleitern. Die beiden Firmen beherrschen den Markt zu fast 100 Prozent.

Chefs im Visier

Die Iveco muss ein Bußgeld von 17,5 Millionen Euro bezahlen, es wurde eine einvernehmliche Verfahrensbeendigung vereinbart. Übrig blieb jedoch der strafrechtliche Teil. In Brandenburg konzentrieren sich die Ermittlungen auf einen Firmensitz der Rosenbauer Gruppe in Luckenwalde (Teltow-Fläming). Die für Korruption zuständige Staatsanwaltschaft in Neuruppin hat drei Geschäftsführer und Vertriebsleiter im Visier.

Regelmäßige Absprachen

Nach Recherchen des Bundeskartellamts gab es die Absprachen unter den Unternehmen von 1998 bis 2007. Die Vertriebsleiter trafen sich im genannten Zeitraum regelmäßig und teilten mit Hilfe von Projektlisten die laufenden Ausschreibungen untereinander auf. Angestrebt wurde eine Marktaufteilung zu gleichen Teilen.