Gemischte Bilanz
Ein Monat Rettungsgasse
Seit einem Monat gilt in Österreich die Rettungsgasse. Die Bilanz ist gemischt. Während bei der ORF Verkehrsredaktion immer wieder Hörer melden, dass die Rettungsgasse nicht funktioniert hat, ziehen ASFINAG und Polizei eine positive Bilanz.
8. April 2017, 21:58
Mittagsjournal, 1.2.2012
Kleinere Probleme
Sobald sich ein Stau aufbaut, müssen Fahrzeuge auf der linken Fahrbahn ganz nach links fahren, alle anderen nach rechts, sodass eine Gasse für die Einsatzfahrzeuge frei bleibt. Die Österreicher wissen zwar, dass es die Rettungsgasse gibt, allerdings nicht immer, wie sie sie bilden müssen. Man sehe aus internen Daten, dass bei Staus immer öfter die Rettungsgasse gebildet werde, die Zahlen im Detail wolle man aber noch nicht veröffentlichen, heißt es bei der ASFINAG. Kleinere Probleme gebe es noch bei drei oder vierspurigen Autobahnen und bei Spezialfällen wie Auffahrten auf die Autobahnen, sagt Hartwig Hufnagl, Projektleiter der Rettungsgasse bei der ASFINAG.
"Funktioniert immer besser"
Laut ARBÖ funktioniert die Rettungsgasse gut, wo es viele Staus gibt, wie in den Ballungsräumen Wien und Linz. Das kann auch Martin Germ, Leiter des Verkehrsdienstes im Innenministerium, bestätigen. Sogar auf der Wiener Südosttangente (A23) wird demnach die Rettungsgasse gebildet.
Strafen drohen
Doch was tun mit unverbesserlichen Autofahrern, die in der Rettungsgasse am Stau vorbeifahren? Diese können angezeigt werden und auch die Polizei straft, wenn sie die "Rettungsgassenraser" erwischt. Die Strafen sind empfindlich, sie betragen von 726 bis 2.180 Euro.
