Der erste US-Astronaut im All

Vor 50 Jahren, am 20. Februar 1962, umrundete der erste Astronaut der USA die Erde - John Glenn. Damit holten die USA im Weltraum-Wettlauf mit der Sowjetunion wieder auf, die zehn Monate zuvor den ersten Menschen, Juri Gagarin, ins All geschickt hatte.

Die US Raumfahrtbehörde NASA hat Erfolgstories nötig - Geschichten von Pionierleistungen und Helden, gerade jetzt, wo wieder einmal das Budget zur Diskussion steht. John Glenn verkörpert so eine Erfolgsgeschichte: er war der erste US-Astronaut, der die Erde im Orbit umkreiste.

Auf der Internetseite der NASA ist ein Funkspruch vom Februar 1962 zu hören, indem John Glenn "fireflies" - Eiskristalle beschreibt, die ihm wie Glühwürmchen erschienen und die er außerhalb seiner Kapsel "Friendship 7" beim Umrunden der Erde sah. Dabei war der Flug alles andere als strahlend und idyllisch verlaufen: Während der zweiten Erdumkreisung signalisierte die Landekapsel, dass der Hitzeschild nicht mehr korrekt saß.

Glenn, ein Kampfflieger im Zweiten Weltkrieg sowie im Korea-Krieg und später Militär-Testpilot, meisterte die Situation im All. Nach dem Flug ergab die Inspektion der Raumkapsel, dass das Hitzeschild in Ordnung gewesen war, aber ein Schalter nicht und dass dieser fälschlicherweise den Alarm ausgelöst hatte.

Dass die Mission vor 50 Jahren ein gutes Ende nahm, war nicht nur für den Astronauten selbst ein Glück, auch für die Raumfahrtbehörde und die gesamte USA - wollten sie doch die Sowjetunion wieder einholen.

Glenn ist übrigens nicht nur der erste US-Astronaut, der die Erde umkreiste, er war Jahrzehnte später mit 77 Jahren auch der älteste Astronaut, der mit einem Space Shuttle zu einem neuntägigen Weltraumeinsatz geschickt wurde. Zwischendurch saß er fast ein Viertel Jahrhundert im US-Senat - für die Demokraten; dass die Jubiläumswehmut dieser Tage den Parteikollegen US-Präsident Barack Obama zu mehr Raumfahrtbudget bewegt, ist zu bezweifeln.

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NASA