Glatte Rillen

Minimal meets Zwölftönigkeit. 14 Patterns, generiert aus einer Zwölftonreihe, verdichten sich durch eine zufällige Anzahl an Wiederholungen zu einem lebendigen Gewebe über polyrhythmische Verzahnungen.

Komposition: Michael J. Strauss

Glatte Rillen

Jeder Laut ist ein Klang ...

In der vorliegenden Studioversion steuert ein Zufallsgenerator den Start des jeweils nächsten eingespielten Patterns, die Stimme Niklas´ wird ebenfalls durch Software gestückelt und zerfetzt. Jedes Mal, wenn das Stück neu gestartet wird, ergibt sich eine neue Variation des gleichen Themas.

Diese komplexe Anordnung stellt eine Simulation der Live-Situation dar, bei der die Musiker, den Anweisungen des Notentextes folgend, frei entscheiden, wann sie beginnen zu spielen, und wann sie zum nächsten Pattern wechseln. Weder ist festgelegt, welches Instrument als erstes in den Rhythmus einsteigt, noch, welches den Endpunkt setzt. Hermann Niklas improvisiert live ebenfalls mit seinen Texten, zerteilt sie und spielt mit den Klängen der Worte.

Das Gedicht wird dadurch wie Erinnerungsfetzen wahrgenommen, der Klang steuert die Empfindung. Ähnliches passiert mit den Patterns, zu komplex, um sie differenziert wahrzunehmen, tauchen sie in jedem Instrument als Imitation, oder Erinnerung, wieder auf.

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