Benjamin Schmid spielt Regers Violinkonzert
Das "Monstrum" des "letzten Riesen"
Igor Strawinsky fand ihn persönlich "so unausstehlich wie seine Musik." Paul Hindemith hingegen sagte: "Er war der letzte Riese in der Musik. Ich bin ohne ihn gar nicht zu denken." Die Rede ist von Max Reger. Einer, der jedenfalls ambivalente Gefühle auslöst, der aber, gleich zu welcher Ansicht man gelangt, gekannt sein will.
8. April 2017, 21:58
Er ist vor allem Bach-Verehrer - aber weit mehr als das. Er ist Klassizist der Formen, Fugen, Variationen, Suiten usw. - aber weit mehr als das. Er schreibt klar in der Struktur und praxisbezogen - und stellt seine Interpreten doch immer wieder vor gigantische Anforderungen. Er verarbeitet auf sehr persönliche Weise die Einflüsse der Antipoden Wagner und Brahms, ohne einen der beiden zu imitieren. All das hört man in seinem Violinkonzert, das er selber als "ein Monstrum" bezeichnete.
Reger: Violinkonzert / Benjamin Schmid, Tampere Philharmonie, Hannu Lintu / Ondine
Gustav Danzinger, 21. 3. 2013
