Pereira und sein "Schicksal"

In Salzburg freut man sich vorerst auf einen spannenden Festspielsommer, aber Intendant Alexander Pereira bleibt bei seinen düsteren Prognosen. Er wird ab Oktober 2014 die Mailänder Scala leiten, nachdem er mit seinen Budgetvorstellungen in Salzburg auf taube Ohren gestoßen ist.

Morgenjournal, 26.7.2013

Nachdem die Schlachten um das Budget geschlagen sind, die Weichen für die Zukunft der Salzburger und für Alexander Pereira neu gestellt sind, kann er es nun wie Verdis Sir John Falstaff halten: "Alles auf der Welt ist ein Scherz", heißt es da, auch wenn man auf die Querelen und Intrigen zurückblickt.

Falstaff lacht also mit Alexander Pereira und "Falstaff" ist auch die zweite Opernpremiere am kommenden Montag. Die erste ist heuer eine zeitgenössische Oper heute Abend in der Felsenreitschule "Gawain" von Harrison Birtwistle, ein mutiger Schachzug von Pereira.

Insgesamt sind die Prognosen für den heurigen Festspielsommer jedenfalls überaus positiv. Auch die Weichen nach Pereiras Abgang sind gestellt, schon im Herbst soll ein neuer Intendant ab 2016 gefunden sein, 2015 und 2016 werden der jetzige Schauspielchef Sven Eric Bechtolf und Präsidentin Helga Rabl- Stadler gemeinsam dirigieren.

Aber Pereira bleibt bei seinen düsteren Prognosen, ab 2016 fehlen laut Pereira fünf Millionen Euro im jährlichen Budget. In Salzburg freut man sich aber einstweilen auf einen spannenden Festspielsommer

Textfassung: Joseph Schimmer