Trauer um Barbara Prammer

In den kommenden Tagen wird die Republik von Nationalratspräsidentin Barbara Prammer Abschied nehmen. Die Trauerfeierlichkeiten werden nicht vor Ende dieser Woche stattfinden. Davor wird die Bevölkerung im Parlament die Möglichkeit haben, sich von Barbara Prammer zu verabschieden. Die Nationalratspräsidentin ist am Samstag im Alter von 60 Jahren ihrem Krebsleiden erlegen.

Blumen vor dem Parlament

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Morgenjournal, 4.8.2014

Abschied im Parlament

Am Ort ihres Wirkens in den letzten Jahren soll Barbara Prammer von der Bevölkerung die letzte Ehre erweisen werden können. Prammer wird in der Säulenhalle des Parlaments aufgebahrt werden, dafür habe man sich in Absprache mit ihrer Familie entschieden, sagt Prammers langjähriger Pressesprecher. Sie selbst habe für die Zeit nach ihrem Tod keine Wünsche oder Verfügungen hinterlassen. Auch ein Kondolenzbuch wird im Parlament aufliegen. Auf der Parlamentshomepage wird außerdem ein elektronisches Kondolenzbuch eingerichtet.

Das offizielle Österreich wird in einem Staatsakt von Barbara Prammer Abschied nehmen. Dieser wird in Wien stattfinden. Wo und in welchem Rahmen die Oberösterreicherin beigesetzt wird, entscheidet die Familie. Theoretisch steht der im Amt verstorbenen Nationalratspräsidentin ein Staatsbegräbnis zu.

Der genaue Ablauf und auch der Termin der Trauerfeierlichkeiten werden in den nächsten Tagen zwischen Familie, Parlament und Bundespräsidentschaftskanzlei abgestimmt. Jedenfalls werden Staatsakt und Begräbnis nicht vor Ende der Woche stattfinden, schon allein aufgrund der großen Gästeschar, die aus dem Ausland erwartet wird, hieß es gestern.

Nachfolgerwahl in Sondersitzung

Um Details zur Wahl eines Nachfolgers an der Spitze des Hohen Hauses festzulegen, tritt heute Nachmittag die Präsidialkonferenz des Parlaments zusammen. Da die nächste planmäßige Nationalratssitzung erst Ende September stattfindet, wird der Nachfolger oder die Nachfolgerin in einer Sondersitzung des Nationalrats gewählt werden, die voraussichtlich Ende August abgehalten wird. Eine gesetzliche Frist für die Wahl eines Nachfolgers gibt es nicht.

Bis dahin führen der Zweite Nationalratspräsident Karlheinz Kopf von der ÖVP und der Dritte Nationalratspräsident Norbert Hofer von der FPÖ die Geschäfte des Parlaments.