Trakl-Forscher Rüdiger Görner im Interview

Vor genau 100 Jahren starb der Salzburger Dichter Georg Trakl in Galizien. Es gibt kaum einen anderen Autor, um dessen Biografie es mehr Spekulationen gibt: Von einer möglicherweise inzestuösen Beziehung zu seiner Schwester, über seine Experimente mit Rauschgift bis hin zu seinem Tod. Ein Gespräch u.a. über Christoph Starks Trakl-Film "Tabu", Thesen zu Trakls Tod oder das Gedicht "Grodek".

In der Popmythologie gilt Trakl ja als Ahnherr des "Club 27", dieser langen Reihe von Musikern, die mit 27 unter Drogeneinfluss gestorben sind: von Brian Jones, Jimi Hendrix, Janis Joplin oder Jim Morrison über Kurt Cobain zu Amy Winehouse.

Den biografischen Brüchen Trakls nähert sich der deutsche Germanist Rüdiger Görner über das Werk an. Der Professor für Germanistik am Queen Mary College in London hat bereits im Sommer eine viel beachtete Trakl-Monografie herausgebracht: „Georg Trakl. Dichter im Jahrzehnt der Extreme“. Ein Gespräch u.a. über Christoph Starks Trakl-Film "Tabu", Thesen zu Trakls Tod oder das Gedicht "Grodek".

Kulturjournal, 3.11.2014