Bonds

Die Kulturwissenschafterin und Ökonomin Irini Athanassakis verfolgt seit Jahren die Diskussion um die Finanzkrise. Gemeinsam mit dem Berliner Kulturwissenschafter Thomas Macho stellte sie die internationale Konferenz "Bonds" in Berlin auf die Beine. Nachzulesen sind die Überlegungen von rund 30 Referent/innen in dem Sammelband "Bonds".

Eine Mahnung

APA/ROLAND SCHLAGER

"Ein aufschlussreiches Buch über das Zusammenspiel von Schuld, Schulden und Moral."

"Bonds" ist das Band, das Liebesband, eine Bindung mit Verbindlichkeit. Interessanterweise hat der Finanzmarkt ausgerechnet diese Bezeichnung für seine Produkte gewählt. Bonds sind Schuldverschreibungen: ein Betrag muss mit einem vereinbarten Zins zu einem bestimmten Termin zurückgezahlt werden. Schulden sind schon immer mit Emotionen verknüpft, wie sehr sie allerdings auch Anteil an unserem gesellschaftlichen Klima von Wut und Hass haben, zeigt der Band "Bonds - Schuld, Schulden und andere Verbindlichkeiten" aus dem Wilhelm Fink Verlag. Er beleuchtet unsere Schuldenkultur von allen Seiten.

Der Band "Bonds" ist ein aufschlussreiches Buch über das Zusammenspiel von Schuld, Schulden und Moral und macht mit einem eines klar: Seit dem Mittelalter hat sich nicht viel verändert, damals galt ein Kredit als Diebstahl von Zeit. Heute ist es ein Diebstahl von Zukunft.

Service

Thomas Macho (Hrsg.), Valeska Neumann (Mitarbeit), "Bonds - Schuld, Schulden und andere Verbindlichkeiten", Wilhelm Fink Verlag