Monika Wienforts Geschichte der Ehe
Verliebt, verlobt, verheiratet
"Verliebt Verlobt Verheiratet": Monika Wienforts Geschichte der Ehe seit der Romantik
8. April 2017, 21:58
Monika Wienfort geht vom Beginn des 19. Jahrhunderts aus und überprüft den Wandel der Institution Ehe in all ihren Begleiterscheinungen wie "Heiratsalter", "Hochzeitsfeier", "Ehevertrag", "Aussteuer und Mitgift", das "eheliche Güterrecht" und vieles mehr. Selbst der "Schwiegermutter" sind einige Seiten gewidmet. Und da sieht man es: Diese Person wurde – und wird zum Teil – als verschlagen, böswillig und herrschsüchtig angesehen, ob in Deutschland, Österreich oder auch im doch gesellschaftlich disziplinierten good old England.
Liest oder blättert man in Wienforts Ehe-Studie, so wird man eigentlich an jeder Stelle fündig. Wer weiß schon, dass es "Heiratsannoncen und Heiratsinstitute" seit Mitte des 18. Jahrhunderts gibt? Oder dass erst seit Queen Victorias Hochzeit 1840 der Brauch aufkam, die Braut in einen Traum von weißen Stoff zu hüllen – zuvor heiratete man schlicht in Schwarz.
Monika Wienfort lässt kein relevantes Thema aus und beschreibt den Wandel der Ehe von der Romantik bis zur Gegenwart – oft unterstützt durch statistisches Material. Das Buch "Verliebt, verlobt verheiratet" ist daher eine gut lesbare, äußerst informative Studie – nicht selten mit erheiternden Einsichten.
Service
Monika Wienfort, "Verliebt Verlobt Verheiratet - Geschichte der Ehe seit der Romantik", C. H. Beck Verlag