FrauenFilmTage starten

Morgen werden im Wiener Filmcasino die FrauenFilmTage eröffnet. Dieses Jahr stehen vor allem junge Regisseurinnen im Zentrum des Festivals und es gibt eine eigene Reihe zum Thema "Frauen & Humor".

Zwei Schauspielerinnen verkleidet und warm angezogen

Filmstill aus "The Girl King"

VEERA AALTONEN

Kulturjournal, 24.2.2016

Service

FrauenFilmTage
Das Festival dauert bis zum 4. März und zeigt Filme im Wiener Filmcasino und im Filmhauskino am Spittelberg.

"Adult Camp", Johanna Vuoksenmaa, Spielfilm, 92 Min, OmeU
Sa. 27.2., 19:30 @Filmhaus Kino
Die Regisseurin ist anwesend.

"Kreditis Limiti", Salomé Alexi, Spielfilm, 85 Min, OmeU
Frauen & Humor
So. 28.2., 19:00 @Filmhaus Kino
Nach dem Film Publikumsgespräch mit Regisseurin Salomé Alexi.

"Hildegart oder Projekt Superwoman", Barbara Caspar, Dokumentarfilm, 82 Min, OmdU
Do. 3.3., 19:30 @Filmhaus Kino
Nach dem Film Publikumsgespräch mit Barbara Caspar.

Laut einer Studie dem "European women's audiovisual network" sind nur 24 Prozent der Regisseure Frauen und 84 Prozent der Förderungen wird in Filme investiert, die von Männern gedreht wurden. Damit wäre bestätigt, dass die alljährlichen "Frauenfilmtage" ihre Berechtigung haben.

Ehrenpreis an Plattform "For a Thousand Lives"

Auch 2016 verleihen die FrauenFilmTage im Rahmen der Eröffnung einen Ehrenpreis an Persönlichkeiten, die für das weibliche Filmschaffen stehen und gesellschaftspolitische Zeichen setzen. Diesmal geht er an die Initiatorinnen und Aktivistinnen der Plattform "For a Thousand Lives - Be human": Produzentin Ursula Wolschlager, Regisseurin Nathalie Borgers, Anne Laurent-Delage (International Relations Austrian Films) und Produzentin Fabienne Servan-Schreiber. Es ist eine Initiative, die international vernetzt ist, von vielen internationalen Filmschaffenden getragen wird und bisher von rund 5.800 Schauspieler/innen, Regisseur/innen, Produzent/innen uvm. unterzeichnet wurde.

Dokus und Spielfilme

Innerhalb einer Woche werden im Filmcasino und im Filmhauskino am Spittelberg 25 Filme gezeigt. Das Verhältnis zwischen Dokumentationen und Spielfilmen ist ausgeglichen. Dieses Jahr wurde bereits zum zweiten Mal der Schwerpunkt auf humorvolle Filme gelegt. Der zweite Schwerpunkt widmet sich jungne Regisseurinnen, die ihre Erstlingswerke präsentieren.

Seit 2004 leitet Gabriele Frimberger das Festival. Rückblickend gibt sie zu, dass der Titel "FrauenFilmTage" wohl zu dominant gewählt war, denn es gehe nicht darum nur Kinogängerinnen anzusprechen. Sinn und Zweck sei es für weibliche Filmschaffende eine Aufmerksamkeit zu schaffen und das in der gesamten Bevölkerung.

Kamerafrau Eva Testor

Neben den Programmpunkten "Internationales Frauen Schaffen", "Frauen & Humor", "Filmland Polen" und "Junge Frauen", gib es auch dieses Jahr eine Personale, die einer Filmschaffenden gewidmet wird. Dieses Mal ist es die Kamerafrau Eva Testor, von der drei Arbeiten gezeigt werden und es sind Arbeitskolleginnen zum Gespräch geladen.

Dieser Abend wird aber nicht der Einzige für Diskussion sein. Etwa morgen Abend ist die tunesische Regisseurin Leyla Bouzid eingeladen, die mit "Kaum öffne ich die Augen" das Festival im Filmcasino eröffnet. Mit der finnischen Regisseurin Johanna Vouksenmaa der Komödie "Adult Camp" kann sich das Publikum über Humor unterhalten. Kinga Debska spricht über Frauen in der polnischen Filmlandschaft. Das Programm ist breit angelegt und soll - auch in der Diskussion, nicht nur für Frauen interessante Themen ansprechen.