Mit den Augen hören. Mit den Ohren sehen.
Ein Besuch im Pankratium im kärntnerischen Gmünd. Von Winfried Schneider.
8. April 2017, 21:58
PANKRATIUM/W. KURY
Das "Pankratium Gmünd - das Haus des Staunens" wurde auf Initiative des Musikers und Musikpädagogen Manfred Tischitz eingerichtet. Es befindet sich im ehemaligen St. Antonius Spital aus dem 12. Jahrhundert in der Künstlerstadt Gmünd in Kärnten. In diesem uralten Gebäude, das seit dem Mittelalter als Spital, Geburtenstation, Schulexpositur und Altenwohnheim genutzt worden war, ist eine akustisch-visuelle Wunderwelt zu bestaunen. Aus Rohren und Trichtern erklingt nie Gehörtes. Eine riesige Geige kann innen begangen werden. Die Wehmutswalze oder die Wassertrompeten laden zum Lauschen von geheimnisvollen Tönen ein. Faszinierende Klang-Maschinen, wie die Wasserorgel oder das Klangfahrrad, regen zum Ausprobieren an.
Manfred Tischitz, der Leiter des Pankratium Gmünd, ist Musiker und Musikpädagoge. Die Faszination des Staunens hat dem Haus seinen Namen gegeben.
Zahlreiche Experimentierstationen lassen Schwingungen nicht nur hörbar, sondern sogar sicht- und spürbar werden. Die interaktive Erlebniswelt berücksichtigt auch die besonderen Bedürfnisse beeinträchtigter Menschen. Gerade ihnen ermöglicht sie einen spielerischen Wahrnehmungszugang in die Welt der Musik, der Farben, Formen und Bewegungen.
Das Pankratium Gmünd versteht sich zudem als Begegnungszentrum von Kunst und Wissenschaft. 2014 wurde es mit dem "Österreichischen Innovationspreis Kultur-Tourismus" als Bundessieger ausgezeichnet.
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