Ambiente - von der Kunst des Reisens

Brüssel, Luxemburg, Straßburg

Im Zentrum - Leben und Arbeiten in den Hauptstädten der EU
Brüssel, Luxemburg und Straßburg sind die politischen Zentren der Europäischen Union. Hier wird Europa gedacht, diskutiert, verhandelt und entschieden - Tag für Tag, über Grenzen hinweg.

Die PolitikerInnen, JuristInnen, Ökonomen, ÜbersetzerInnen, Wissenschaftler, politischen Berater und Verwaltungsfachkräfte kommen aus allen Teilen des Kontinents, sprechen unterschiedliche Sprachen und bringen vielfältige Perspektiven mit.

Damit der Austausch zwischen den VertreterInnen der 27 Mitgliedsstaaten auch in offiziellen Plenarsitzungen reibungslos über die Bühne geht, beschäftigt das Europäische Parlament mehrere hundert Dolmetscherinnen und Dolmetscher. Die Dolmetschdienste der Europäischen Union sind weltweit die größten Arbeitgeber für diesen Berufszweig. Eine von ihnen ist Britta Margareta Walch, die zwischen Brüssel und Straßburg pendelt. "Man muss sich fachlich weiterbilden und auf kulturelle Gegebenheiten in den Mitgliedsstaaten eingestellt sein. Darauf wird gerne Bezug genommen," erzählt sie im Interview mit einer österreichischen Tageszeitung. Mirjam Dondi lebt seit über 20 Jahren in Brüssel und ist dort für die EU-Kommission tätig. Fünfsprachig und laut Eigendefinition vor allem "EU-Erklärerin" aus Passion. Für sie ist Brüssel eine der internationalsten Städte der EU, erzählt sie in einem Podcast.

In Luxemburg sprechen die meisten EinwohnerInnen zwei bis vier Sprachen. Menschen aus nahezu 170 Nationen sind hier ansässig. Ausdruck des weltoffenen Flairs ist der Kirchberg auf einem Plateau hoch über der Stadt, auf dem sich zahlreiche europäische Organisationen befinden. Hier erzählt ein Richter von der herausfordernden Arbeit im Gerichtshof der Europäischen Union. Und die luxemburgische Autorin Elise Schmit führt zu einem ihrer Lieblingsorte und beschreibt, wie die sprachliche Vielfalt ihr Leben geprägt hat.

Für Sylvain Schirmann, Historiker und ehemaliger Direktor des Instituts für Politikwissenschaften in Straßburg (Sciences Po Strasbourg), ist die EU kein statisches Gebilde, sondern ein kontinuierlicher Prozess von Verhandlung, Kompromiss und institutionellem Aufbau. Das erzählt er bei einem Besuch des EU-Parlaments in Straßburg.
Seit 2021 werden zufällig geloste Bürgerversammlungen auch in der Europäischen Union aktiv genutzt. Nun, von September 2025 bis März 2026 kommen 100 junge Menschen aus der gesamten Europäischen Union in Brüssel zusammen, um über den Rückgang wildlebender Bestäuber-Insekten zu beraten und zu diesem Thema Handlungsempfehlungen für die EU-Institutionen zu erarbeiten. Von dieser besonderen Erfahrung erzählen die jungen EuropäerInnen.

Service

Reisen mit Ö1-Podcast abonnieren

Sendereihe

Gestaltung