Auszeichnungen für Ö1
Der mit 20.000 Euro höchstdotierte Journalistenpreis, der Prälat-Leopold-Ungar-Preis, ist am Donnerstagabend in Wien verliehen worden. Drei Anerkennungspreise gingen an Ö1.
8. April 2017, 21:58

Peter Lachnit, Nadja Hahn, Eugene Quinn, Ursula Theiretzbacher, Peter Waldenberger, Elisabeth Stratka und Ines Mitterer freuen sich - zu Recht.
ORF
Die Auszeichnungen gingen an Sibylle Hamann (Falter) Nicole Kampl, Jürgen Pettinger und Lisa-Marie Gotsche (ORF) sowie Thomas Seifert ("Wiener Zeitung") und Marlene Groihofer (radio klassik). Vergeben wird der Preis alljährlich von der Caritas und der Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien.
Hamann wurde für Ihren Beitrag "Elf Monate mit Fatima" in der Wochenzeitung "Falter" in der Kategorie Print ausgezeichnet. Preisträger in der Kategorie TV sind Nicole Kampl, Jürgen Pettinger und Lisa-Marie Gotsche für "Heimat-Verbunden. Durch Krieg und Flucht getrennt", eine "DOKeins - Reportage" im ORF. In der Kategorie Hörfunk überzeugte Marlene Groihofer die Jury mit "Die Einzige, die überlebt hat", gesendet im Format "Passionswege" auf "radio klassik Stephansdom". In der Kategorie Online wurde heuer der Hauptpreis an Thomas Seifert für sein Virtual-Reality-Projekt "360° eXodus" vergeben.
Anerkennungspreise wurden heuer in der Kategorie Print an Simon Kravagna und Nour-El-Houda Khelifi ("biber Magazin"), Christoph Lehermayr ("News") sowie Birgit Wittstock ("Falter") vergeben. In der Kategorie TV wurden Gernot Lercher ("ORF Kreuz und Quer") sowie Robert Gordon und Julia Kovarik ("ORF Am Schauplatz") ausgezeichnet. Die Anerkennungen im Bereich Hörfunk gingen an Ursula Theiretzbacher ("Ö1 Journal Panorama") sowie Peter Lachnit und das Team der "Ö1 Diagonal"-Redaktion. Nadja Hahn und Elisabeth Stratka (ORF) und Tori Reichel (VICE Alps) erhielten Anerkennungspreise in der Kategorie Online.

Ausgezeichnet: Ö1 Redakteurinnen Elisabeth Stratka und Nadja Hahn. Sie wurden von Eugene Quinn von spaceandplace zu ihrem ausgezeichneten Projekt #HowtobeAustrian inspiriert.
ORF
Nadja Hahn und Elisabeth Stratka
„Wir freuen uns sehr über diese Anerkennung. Mit dem Projekt #HowtobeAustrian ist Ö1 neue Wege gegangen. Erstmals haben wir als Radiosender ein Projekt auf Social Media begonnen und dann erst auf Sendung fortgesetzt. Unser Anliegen war es, mit unseren Hörern und Hörerinnen eine Debatte darüber zu führen, was es bedeutet österreichisch zu sein und was es wirklich braucht, um sich in Österreich zu Hause zu fühlen.
Wenn Politiker von Flüchtlingen verlangen, österreichischen Werte zu übernehmen, stellt sich die Frage: Was sind unsere Werte? Wer definiert sie? Wir haben Antworten gesucht, von Menschen die in Österreich leben, egal wie lange schon. Dieses Thema kann leicht in Klischees abrutschen. Wollen wir uns wirklich über Schnitzel und Lederhosen definieren? Mit #HowtobeAustrian wollten wir zum Schmunzeln und zum Nachdenken anregen.
Wir danken unserem Publikum fürs Mitmachen und Teilen unserer Postings. Wir freuen uns auch, dass unsere Kollegen von FM4 und dem Landesstudio Wien die Aktion unterstützt haben. Identität ist ein Puzzle, hat einer unserer Interviewpartner gesagt. Österreich war immer schon ein Schmelztiegel, der sich mit den Menschen, die zu uns gekommen, verändert hat. Auf Wienerisch gesagt: „Des woa so, des is so und wird immer so sein.“
Mehr dazu in #HowToBeAustrian
Mit dem Prälat-Leopold-Ungar-Journalistenpreis werden im Gedenken an den ehemaligen Caritas-Präsidenten herausragende journalistische Leistungen prämiert, die Toleranz und Verständnis im Umgang mit gesellschaftlichen Randgruppen fördern und sich mit sozialpolitischen Themen wie Armut, Obdachlosigkeit, Migration, Flucht, Alter, Krankheit oder Diskriminierung auseinandersetzen. Die Verleihung fand heuer bereits zum 13. Mal statt.