Friedenspagode, Ausschnitt

ORF/JOSEPH SCHIMMER

Friedenspagode, Wien

Direkt an der Wiener Donau steht ein Denkmal für den Weltfrieden. Die Friedenspagode wurde innerhalb eines Jahres hauptsächlich von buddhistischen Mönchen und Freiwilligen erbaut.

Weltfrieden in der Freudenau

Jakob Fessler

Der weiße Rundbau ist mit eingearbeiteten Reliefbildern, einer goldfarbener Spitze und einer großer Buddha-Statue versehen. Geplant wurde die Pagode vom Architekten Franz Richard Schnabel.

Den Bemühungen von Elisabeth Lindmayer ist es zu verdanken, dass der Bau errichtet wurde. Sie und ihre Eltern betrieben hier an der Donau ein Restaurant. Eines Tages fragten bei ihnen zwei buddhistische Mönche um Unterkunft. Aus der Idee einer Wiener Friedenspagode wurde schnell ein konkreter Plan.

  • Pagode am Donauufer

    Die Pagode ist dem Kraftwerk Freudenau schon näher als der Donaucity

    ORF/ JOSEPH SCHIMMER

  • Buddha-Statue

    Weltweit gibt es rund 100 Friedenspagoden

    ORF / JOSEPH SCHIMMER

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Fährt man mit dem Schiff die Donau von Bratislava flussaufwärts, ist die Pagode eine der ersten Dinge, die man von Wien sieht. Viele Spaziergänger und Radfahrerinnen fahren an der Pagode vorbei. Neben dem Mahnmal für Frieden wurde später ein weiteres Gebäude errichtet. Darin ist ein Tempel untergebracht, der zum Ruhefinden, Beten und Singen einlädt. Alle Menschen, auch jene, die nicht Buddhisten sind, dürfen sich hier willkommen fühlen. Der Mönch Gyosei Masunaga half schon bei der Erbauung mit und betreut seither die Pagode und den Tempel. Der 73-Jährige ist froh, die Pagode hier, ein wenig außerhalb des lauten, hektischen Stadtzentrums zu haben.

Buddhistische Gesänge an der Friedenspagode

Friedenspagode

Fährt man mit dem Schiff die Donau von Bratislava flussaufwärts, ist die Pagode eine der ersten Dinge, die man von Wien sieht.

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Gyosei Masunaga wurde 1945 in Manchuria geboren. Das Gebiet im heutigen Nordosten Chinas war damals von Japan besetzt. Er und seine Familie erlebten die Folgen des zweiten Weltkrieges hautnah mit. Später hätte eigentlich Masunaga wie sein Vater Geschäftsmann werden sollen. Auf einer Reise nach Indien lernte er jedoch seinen späteren Lehrmeister Nichidatsu Fujii kennen und wurde buddhistischer Mönch des Ordens Nipponzan-Myōhōji. Das ursprüngliche Konzept der Friedenspagode geht auf Nichidatsu Fujii zurück, der auf der ganz Welt rund 100 solcher Bauten errichten ließ

Seit 1983 ist der Buddhismus eine staatlich anerkannte Religionsgesellschaft in Österreich. Jedes Jahr wird Ende Mai an der Pagode das Vesakh-Fest gefeiert. Es ist dem Gedenken an die Geburt, die Erleuchtung und den Tod Buddhas gewidmet. Ende Juni findet jährlich außerdem das Jahresfest der Wiener Pagode statt.

Service

Am 24. Juni 2018 findet das 35. Jahresfest der Wiener Friedenspagode mit heiliger Zeremonie, Mittagessen sowie mit Musik- und Tanzdarbietungen statt.

Vienna Peace Pagoda
Österreichische buddhistische Religonsgemeinschaft

Gestaltung

  • Jakob Fessler

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