Petricek liest am 14. August 2013 im Zen-Garten „Cielo, terra e uomo“ von Azuma aus ihren Texten im Rahmen von  LITERATUR RAUM IM BILDHAUERHAUS

DIRK SIMONSEN

"Des Unterbrechens Sinn ist das Weiterführen" von Gabriele Petricek

Seit 1959 fand im Burgenland jedes Jahr das Symposium Europäischer Bildhauer in St. Margarethen statt. Mehr als 110 Künstlerinnen und Künstler aus ganz Europa beteiligten sich. Der aus Japan stammende Bildhauer Kenjirō Azuma, der in Italien lebte und arbeitete, hatte 1971 eine steinumrandete Grube mit spitz aufragenden Steinkegeln in die Hügel von St. Margareten gesetzt. "Cielo, terra e uomo" nannte er die Installation: Himmel, Erde und Mensch. Gabriele Petricek würdigt in ihrem Text dieses besondere Kunstwerk, das sie im Rahmen einer Lesung kennengelernt hatte. Die Ö1 Erstveröffentlichungsreihe "Kunstgeschichten" widmet sich dem Kunstblick von Autorinnen und Autoren. Redaktion: Edith-Ulla Gasser.

Einige haben ihre dort geschaffenen Skulpturen mitgenommen oder verkauft. Manche Werke wurden später umgesetzt. Einige der Stein-Werke aber bleiben unverrückbar. Für immer, wenn schon nicht ewig.

Unverrückbar die von fünf jungen japanischen Bildhauern aus dem Steinbruch heraus definierte "Japanische Linie". Eine ursprüngliche Kalksandsteinmauer im Fels. Zieht aus dem Bruchgelände gegen Nord zur kleinen Kapelle am Kogelberg hin. Reines Bergmassiv. 65½ Meter lang, fünf Mal an der Oberfläche sichtbar - wo der Stein aus der Wiese hervorbricht. Diese natürliche Steinformation freigelegt, herausgemeißelt aus dem Fels und weitergedacht wo sie nicht ist - unter dem Leitsatz "Ein Fluss ohne Wasser - des Unterbrechens Sinn ist das Weiterführen" lässt sich die "Japanische Linie" immer weiterdenken. Weit weit über sie hinaus. Immer. Über die Zeit und weit weit - weit übers Burgenland hinaus - und übern Globus hinweg bis sie dort wieder andockt - im Steinbruch von St. Margarethen. Unverrückbar auch "Cielo, terra e uomo" von Kengiro Azuma. Azuma kam später - erst im Sommer 1971, nach der Freilegung der "Japanischen Linie".

Beatrice Simonsen, eine im nahen Siegendorf aufgewachsene Schriftstellerin, spürte schon lange den Genius Loci von St. Margarethen. Ein Ort mit Atmosphäre und Aura, der ihrer Vorstellung von Lesungen mit zeitgenössischen Literatinnen und Literaten abseits gewohnten Kulturgeschehens Folie und Stätte geben sollte.

Zwei Steine von Heinz Pistol, Blick vom Eingang des Zen-Gartens "Cielo, terra e uomo" von Azuma am Hügel von St. Margarethen Richtung Ortschaft.

Zwei Steine von Heinz Pistol, Blick vom Eingang des Zen-Gartens "Cielo, terra e uomo" von Azuma am Hügel von St. Margarethen Richtung Ortschaft.

DIRK SIMONSEN

An einem eisigen Apriltag 2013 lasen Bodo Hell und Ana Schoretits vor dem und über den Stein von Gerhard Rühm, ihres wunderbaren Kollegen von der visuellen Poesie-Avantgarde, der einst beim Zwölftonkomponisten Josef Matthias Hauer Privatunterricht erhalten hatte. Hat Rühm selbst Hand an den mächtigen Quader gelegt? Haben seine Meißelschläge den Kalkstein gestimmt, weich gestimmt - durchlässig? Er hat ihm jedenfalls Text, keine Noten beigebracht. INNENEILTEINMANN enigmatisch. Man stelle sich vor - drinnen im Stein eilt einer. Herr Rühm, was haben Sie sich gedacht, das so lapidar zu behaupten?

Ich hätte mir im August 2013 über diesen inneren physikalischen Widerspruch, einen kontradiktorischen Zustand, den Kopf zerbrechen und den Rühm-Satz-Stein anagrammatisch zerlegen, zerteilen, neu aufstellen können und hinterfragen, ob da nicht Quantenpoesie im Spiel. Dann wurde mir der "Azuma-Stein" vorgeschlagen, in dem ich lesen könnte. Ja - in dem! Was mich reizte. War mir doch weder der Name des Bildhauers ein Begriff - Azuma und Kengiro, klanglich ein Italiener vielleicht oder ein Mexikaner, dachte ich - noch dessen skulpturales Werk, schon gar nicht sein Stein, in dem ich lesen sollte. Der musste eine Aushöhlung haben. Und darinnen könnte ich, so dachte ich, naturgesetzliche Konterpoesie zum Rühm-Stein INNENEILTEINMANN in Worte fassen, mithin LIESTEINEFRAUINNEN oder FRAUINNENLIESTEINE verstieg ich mich weiter in mein Gedankenareal.

Dass das Werk von Azuma in einer Grube steht, erfuhr ich, während wir von Rühms konkretem Poesie-Stein ausgehend den Hügel hinaufwanderten.

Stein für Stein entlang der drei vom deutschen Bildhauer Heinz Pistol in gerader Linie terrassiert angelegten Werke: eine leicht abgeflachte Steinkugel von 180 Zentimetern Durchmesser, paar Schritte weiter oben ein dem Hang quergestellter Sarkophag-Stein mit drei kantigen seine Seiten umlaufenden Ziehharmonika-Falten und auf der dritten Etage ein Raster von drei mal drei Metern, angelegt aus 36 Steinplatten.

Dort wandte ich mich um, von diesem gleichermaßen erhöhten wie mich erhöhenden Standort weit ins Land zu blicken - meeresgleich horizontlos gleißend an diesem Tag.

Paar Schritte noch, unwegsam und steil, hievte mich hoch, ästegrapschend - und stand am Rand der Grube.

Gabriele Petricek

WALLY RETTENBACHER

Gabriele Petricek wurde in Krems an der Donau geboren. Die Wiener Autorin versteht sich als Flaneurin und Nomadin und sagt von sich, dass sie "in Wien und auf Reisen" lebt. Sie schreibt Prosa, performative Texte, Hörstücke und Essays, und arbeitet genreübergreifend mit Künstlerinnen und Künstlern zusammen. Petricek kuratierte Ausstellungen im Künstlerhaus Wien und in der St. Pöltner Shedhalle, verfasste Katalogtexte zur Bildenden Kunst und Essays über Architektur, Design und Mode.

Sie ist Mitbegründerin des Literatursymposions "Austrian-American Podium-Dialog" und Gründerin des Literaturfests Literatur am Steg. Mehrere Aufenthalte als Writer in Residence führten sie an Universitäten in den USA, Großbritannien, Slowenien, Bulgarien und Italien. Nach ihren Büchern "Zimmerfluchten", "Von den Himmeln", "Joyce's Choice oder Ein Hund kam in die Küche" erschien 2018 ihr Roman "Die Unerreichbarkeit von Innsbruck".

Ich sah in eine steinumrandete Arena von zwanzig, fünfundzwanzig Schritten Weite, ungefähr zwei Körperlängen hohen Wänden, steil abfallend, unregelmäßig gebrochen. Wuchtig geschichtete Blöcke, da und dort getreppt mit ein oder zwei seichteren, nichtsdestotrotz mit Umsicht zu nehmenden Einlässen und eins, zwei, nein, drei mandelförmigen Längsschlitzen in die man tasten könnte und die gemeißelt worden sein könnten. Am braunen Erdengrund verteilt drei Steine in verschiedenen Dimensionen und Größen, annähernd Kegel, ähnlich geformt. Eine zarte dreistämmige Eichengruppe im Rund und eine einzelne Eiche am Rand. Rostige Blätter, Ästchen, kleine Steine liegen ungeordnet herum.

Das Ganze erinnert in seiner Formstrenge an einen Zen-Garten, dachte ich. An ihren Basen amorph, verlaufen die drei von regelmäßigen feinen Querrillen durchzogenen Steinkörper in verschieden steilen Winkeln in wohl einst scharfe, nun wetterabgerundete Spitzen.

Ich stieg hinunter. Der größte der Kegel so hoch wie ich.

Azuma, sagte ich vor mich hin und hockte mich hin und entlockte diesem Namenwort wortspielerisch seine mögliche Tätigkeitsform, sagte azumare. Wiederholte es mit meinen Händen und mit geschlossenen Augen an der Wand der Grube entlang streifend bis die Finger einen Längsschlitz erfassten, azumare - azumare probierte ich den Klang meines erfundenen, möglicherweise italienischen Wortes im Steinrund weiterhin und fand im azumare-Tasten den zweiten, den dritten Schlitz in der Wand. Den vierten auch, aber der war der erste wieder. Ich öffnete meine Augen, las nach und erfuhr, der Bildhauer Azuma war Japaner gewesen.

Der Krieg endete vier Tage nach dem Kamikaze-Tod meines Freundes Hida, wurde Azuma zitiert. Mit dieser Zeitangabe hatte er sich auf den 9. März 1945 bezogen, Tag des größten US-Luftangriffs auf Tokio, der die größtenteils aus Holzbauten errichtete Stadt vollständig zerstörte. Bis unmittelbar vor dem US-Bombardement wurden gegen amerikanische, britische und australische Kriegsschiffe Kamikaze-Angriffe geflogen.

Kamikaze bedeutet "göttlicher Wind" oder "Hauch Gottes" und stand ursprünglich für die beiden Taifune, welche im 13. Jahrhundert die Versuche der Mongolen verhinderten, Japan zu erobern.

Azuma studierte an der Kunsthochschule Tokio Bildhauerei, stieß in der Bibliothek auf eine Monografie über den toskanischen Bildhauer Marino Marini. Nach der aus dem Krieg resultierenden Öffnung von Japan dem Westen gegenüber, zog es Kunststudierende, die sich zuvor schon zunehmend an westlichen Kunstauffassungen orientiert hatten, nach Europa, sich an der modernen westeuropäischen Plastik weiterzubilden. Sie gingen nach Paris, nach Wien, nach Rom, nach Mailand.

Kenjirō Azuma, der japanische Fliegerpilot aus dem Zweiten Weltkrieg, war 1926 in eine Familie traditioneller Bronze-Kunsthandwerker geboren worden. Hatte 1943 das Gymnasium verlassen, war in die Kaiserliche Marineluftwaffe eingetreten. Erhielt nach seinem Studium in Tokio ein Stipendium an der Accademia di Belle Arti di Brera in Mailand bei Marino Marini, dessen Pferdeskulpturen ihn an jene in den kaiserlichen Palästen und an die von chinesischen Grabstätten erinnerten. Azuma akklimatisierte sich, wurde später Assistent von Marini, heiratete eine Japanerin, übersiedelte nach Europa. Lebte als italienischer Japaner mit seiner Familie in Mailand. Seine Witwe und seine Tochter leben dort weiterhin.

Winterbild des Zen-Gartens "Cielo, terra e uomo" von Azuma

Winterbild des Zen-Gartens "Cielo, terra e uomo" von Azuma

DIRK SIMONSEN

An einen Bombentrichter erinnerte diese völlig verwachsene Steingrube, in die Azuma seine drei unregelmäßigen Steinkegel gesetzt hat. Vor langer Zeit war an dieser Stelle Stein gebrochen worden. Azuma fand sie wieder, befreite sie von Bewuchs, grub sie ab, ließ bloß die Dreier-Eichengruppe und die vierte Eiche stehen. Schüttete eine Ebene auf, ebnete gelbweißen Sand ein. Sand, worin er mit einem Rechen Linien zeichnete, exakte Rillen um die Steine zog. Die Grube mit ihren längst witterungsgerundeten Skulpturen, einst waffenspitz, ist auch ohne den hellen Sand eine meditative Arena, ein Zen-Garten, unverrückbar.

"Cielo, terra e uomo" ist eines jener monumentalen Werke von Azuma, wie sie an verschiedenen Orten der Welt verblieben sind. Er wird als einer der bedeutendsten Vertreter japanischer Bildhauerei nach dem Zweiten Weltkrieg angesehen, der die Schule des Zen mit europäischer Kultur in Synthese brachte. "Cielo, terra e uomo" zu betrachten schenkt Gelassenheit.

Mich erinnern die Kegelskulpturen an vom Himmel herabgefallene und zu einem Drittel in die Erde eingesunkene Tropfen. In der Tat nieselte es an jenem Sonntag im August 2013, als ich in der Zen-Arena von Azuma aus meinen Texten las. (Eigentlich betritt man einen Zen-Garten nicht, sitzt außen nur, und betrachtet ihn.)

An den größten Kegel gelehnt las ich darin die Erzählung "Das Model und sein Bildhauer", worin der verkrachte Steinmetz Luxer, der viel lieber Bildhauer geworden wäre, zugange ist. Es gibt Tage in diesen Randlagen, die Zielscheiben suchen. Jahre zurück, beim Laufen streifte seine Schläfe ein Geschoss. Kein Volltreffer - einer unbewussten Wendung des Kopfes wegen, entscheidende Millimeter - las ich vor, spürte, der Stein an den ich mich schmiegte, mochte mich und wärmte mich, während ich im Text weiterlas. ... woher das Aufleuchten kam, eine Grube voll Schrott. Da unten, da liegt Etwas, Wrack, da steht eine Autotür scharfwinklig ab, knarzt die Tür im Luftspiel, ihr Fenster verschmeißt die Lichtspiegelungen, die ihn blendeten, eine Frau aus dem Auto herausgestreut, bewusstlos, Luxer stolpert - Das alles ist ...

Den Kopf zurückgelehnt dann den ins Englische übersetzten Stellen meines Textes lauschend, die der Tänzer Othello Johns aus Amerika vorlas, sah ich aus den Augenwinkeln der Tänzerin Elizabeth Dalman aus Australien zu, wie ihre einzigartig spontan meinem Text und seiner Umgebung entsprungene Körpersprache jene drei mandelförmigen Längsschlitze in der Steinarena tangierte, die von Kenjirō Azuma eingemeißelt, abstrahiert seine Signatur darstellen. Sah, wie sie seinen Namen vertanzt zu Klang brachte, der sich mit den Menschen, welche uns vom Steinrand her zusahen und zuhörten, und mit mir in höhere Korrespondenzen verschwang.

Silvia Meisterle

JAN FRANKL

Silvia Meisterle, geboren 1978 in Wien, wuchs in Perchtoldsdorf auf. 2008 debütierte sie am Theater in der Josefstadt, seit 2010 ist sie festes Ensemblemitglied. Ö1 Hörerinnen und Hörern ist ihre charismatische Stimme aus ungezählten Literatursendungen vertraut.

Ich ging in Gedanken weiter, den Hügel hoch, ging an den Beginn der "Japanischen Linie". Die irgendwann durch mich hindurch wuchs - durch meinen Körper, durch mein linkes Ohr, durch mein rechtes, durch mein Hirn, durch deines, sich durch die Hirne von uns allen antennenartig fortpflanzte, Myriaden-Gedanken-langes Abstraktum wurde, lang und länger zog, ungefähr am 17. östlichen Längengrad nördlich zuerst durchs nahe Umfeld von Wien, über die Donau sprang, Zissersdorf und Mikulov streifte, Brünn durchstreifte, vorbei an Wrocław und Poznań übers flache Land von Pommern, die Ostsee durchwatete, bei Nyköping auf die schwedische Platte, westlich an Stockholm und Uppsala vorbei den Bottnischen Meerbusen entlang, von Sundsvall bis Sollefteå dem kurzen ins Landesinnere weisenden Gebirgszug folgend, Richtung Tromsø über die Weiten ziehend und an den Tälern der einquerenden norwegischen Gebirgezüge knapp westlich an Tromsø vorbei, weit rechts der Lofoten tiefseeunter den Atlantischen Ozean hindurch, manifest in Spitzbergen, übern Nordpunkt durchs nördliche Eismeer parallel der Beringstraße über den Alëutengraben hinweg am 163. westlichen Längengrad die unendlichen Tiefengebirge des Pazifik inselüber Hawaii pflügt, äquatorspringend, den Cook-Inseln zu, durch kühlere Gefilde am Antarktischen Plateau, am Südpol wieder im 17. östlichen Grad bei Kapstadt auf die Afrikanische Tafel trifft und gleich wieder übern Äquator, übers Mittelländische Meer auf die Eurasische Platte, bei Taranto und Bari übern Stiefelabsatz der Adria entgegen und bei Hvar und Split am festen Land wieder zwischen Zagreb und Pécs hindurch Szombathely tangieren wird und über Bari geradewegs auf den Steinbruch zu der "Japanischen Linie" den Kreis zum Schluss -

Ein|Fluss|oh|ne|Was|ser -
des|Un|ter|brech|ens|Sinn
ist|das|Wei|ter|füh|ren.

- ein Haiku das Motto, welches die Fünfschaft der Bildhauer aus Japan 1970 definierte. Folgt nicht dem traditionellen 5-7-5-Silben-Zeilenfall. Fordert die zeitgemäße Auffassung der literarischen Kunstform Haiku diese Formel in nichtjapanischer Sprache nicht mehr wie früher. Haikus, konkrete Sprachlinien aus Zeichen, auch der Satz von Gerhard Rühm auf seinem Stein IN|NEN|EILT|EIN|MANN Teil eines Haiku, die erste Zeile möglicherweise. Man könnte sie weiterführen. Wie auch immer, wo auch immer.

Kann auch das Weiterführen der "Japanischen Linie" immer und überall gelingen. Auch, oder gerade weil das Weiterführen des "Europäischen Bildhauer Symposion" am skulpturenbevölkerten Hügel und das Weiterführen seines Vereinssitzes im Bildhauerhaus von St. Margarethen zu Ende ging. Im August 2018 musste das bislang den Bestand hütende Symposionsvolk das Feld räumen. Ungewiss, was dem Hügel nun blüht - richtungweisend dauert die "Japanische Linie" an, die parallel zum See durch mich hindurchzieht.

Die von weltläufigen Künstlerinnen und Künstlern behauenen Steinbildmale wachen über den Hügelkörper, aus dem und auf dem sie entstanden. Die "Japanische Linie", der "Stein in Hommage an Josef Matthias Hauer" und der Zen-Garten "Cielo, terra e uomo" bleiben. Die drei Steinkegel in der Steingrube von Kenjirō Azuma sind das japanische Herz des Steinbruchs. Sollte ihre Grube wieder verwahrlosen, würden sie unterm Wildwuchs das Echo der Meißeltöne hören, unter denen der Meister ihnen ihre Rillen und Spalten beibrachte. Alle Steine.

Irgendwann wird irgendwer "Cielo, terra e uomo" wiederentdecken, ausgraben und wird alles Gewächs dort roden, um die äonenalten Skulpturen von der gierigen Hügelfauna nicht weiterhin und nicht noch tiefer verschlingen zu lassen. Dieser Mensch wird dann neuen weißen Sand eintragen und ebnen, Steine behauen und setzen, sie mit einem Rechen umrunden, den Grund bezeichnen. Unermüdlich und andauernd, so der Zen es ihm abfordert. Irgendwann aus der Grube steigen, die gezogenen Linien, gerade, kreisförmige und halbkreisförmige, betrachten, übers Land schauen, übers Meer hinweg, den See -

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