Mario Lerchenberger

EVITA HAUKE

Mario Lerchenberger, Gesang

Für den 27-jährigen Tenor Mario Lerchenberger hatte der Chor als vereinender Klangkörper verschiedener Stimmen von Beginn an eine besondere Faszination. Über den Chor hat er auch selbst zu seiner Stimme gefunden - mittlerweile studiert der gebürtige Kärntner an der Kunstuniversität Graz Gesang bei Tom Sol, sowie Lied und Oratorium bei Joseph Breinl und Robert Heimann.

Was ist Kunst?

Eine Ausdrucksform, die ganz viele Emotionen transportieren kann.

Wie sind Sie zur Kunst gekommen?

Über meinen Papa bin ich in meiner Jugend in einen Landchor gekommen, wo ich die Begeisterung für die Musik entdeckt habe. Diese Begeisterung hat mich dann immer weiter getragen.

Kommt Kunst von können, müssen oder wollen?

Sie sollte mit Wollen beginnen, kann durch das Müssen vorankommen und wird durch das Können weitergetragen.

Wo würden Sie am liebsten auftreten?

Ich möchte mich nicht auf einen speziellen Ort festlegen. Ich finde, der Ort muss auch zur Musik und Situation passen. Mal ist das ein großer Konzertsaal oder ein Opernhaus, ein anderes Mal unter freiem Himmel. Ich möchte also überall dort singen, wo es passt.

Mit wem würden Sie gerne zusammenarbeiten?

Auch hier möchte ich mich nicht auf eine gewisse Person fixieren. Aber wichtiger als der Name sind die Eigenschaften, dass er/sie große Begeisterung für das aufbringt, was er/sie macht.

Wie viel Markt verträgt die Kunst?

Ich denke, ein bisschen Markt ist okay, um ihr Möglichkeiten zu geben sich zu verbreiten.

Und wie viel Kunst verträgt der Markt?

Mehr… Sie wird leider oft vernachlässigt.

Wofür würden Sie Ihr letztes Geld ausgeben?

Für die Gesundheit oder für Reisen.

Wo sehen Sie sich in zehn Jahren?

Beim Üben und Auftreten mit Freude.

Haben Sie einen Plan B?

Ich denke, dass es guttut, wenn man unterschiedliche Interessen hat, auch wenn ein Ziel sich als das größte herausstellt. Neben dem Singen habe ich große Freude am Dirigieren sowie am Gesang-Unterrichten, was ich auch als Option sehe.

Wann und wo sind Sie das letzte Mal unangenehm aufgefallen?

Ich weiß nicht, wie unangenehm das war, aber aufgefallen bin ich bei meiner Gesangs-Aufnahmeprüfung, als ich Bub vom Land nichtwissend in grünen Bermudashorts und rotem T-Shirt statt im Anzug vorgesungen habe.

Wollen Sie die Welt verändern?

Ich weiß nicht, ob man wirklich die Welt verändern sollte. Ich glaube, dass man sie positiv mitgestalten kann. Und das versuche ich zu tun und denke, dass das jeder auf seine Weise tun sollte.

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