ÖBB Zug

ORF/JOSEPH SCHIMMER

Datendiebstahl bei ÖBB

Wie auf der Website der ÖBB zu lesen ist, ist es Angreifern gelungen, 16.000 Kundendaten des ÖBB-Shops (shop.oebb.at) zu stehlen. Darunter Name, Adresse und E-Mail. Finanzdaten, wie etwa Kreditkarten, seien nicht betroffen, so das Unternehmen.

Vergangene Woche gelang es Angreifern in den Webshop einzubrechen, so Robert Lechner, Unternehmenssprecher der ÖBB. Informationen, wie die Täter genau hineingelangt sind, gäbe es noch nicht. Indem man den Shop vom Netz genommen hat, sei das Problem aber unter Kontrolle.

"Wir haben die Datenschutzbehörde verständigt und arbeiten zusammen."

„Der Webshop läuft auf einer getrennten Plattform extern und hat nichts mit dem ÖBB – Betrieb oder dem Ticketshop zu tun. Da gab es kein Überschwappen des Angriffs.“, so Lechner. Auch personell gäbe es im Bereich der IT keine Überschneidungen. Deshalb könne man ausschließen, der Webshop habe für die Angreifer vielleicht nur einen Eintrittspunkt dargestellt, um sich darüber in die Infrastruktur der ÖBB vorzuarbeiten.

Der Webshop selbst gehört zur „ÖBB-Werbung“, Kundinnen und Kunden können dort zum Beispiel Modell-Lokomotiven oder Gegenstände mit dem ÖBB-Logo kaufen. Die betroffenen 16.000 Kundinnen und Kunden habe man umgehend über den Zugriff auf ihre Daten informiert, betont Lechner.

Über die Hintergründe oder Absichten der Eindringlinge könne man zum jetzigen Zeitpunkt nichts sagen. Lechner: „wir haben die Datenschutzbehörde verständigt und arbeiten zusammen. Ob man bald erfahren wird, was die Hintergründe sind, kann ich nicht sagen.“

Derzeit werde der Shop neu aufgesetzt, sobald er wieder online ist, werde man Kundinnen und Kunden darüber informieren und ihnen neue Zugangsdaten
zuweisen.

Gestaltung: Sarah Kriesche