ORF/MCA
Ray Bradbury
Fahrenheit 451
Eine Gesellschaft, in der Lesen verboten ist und die Feuerwehr keine Feuer mehr löscht, sondern legt. Julia Reuter diskutiert mit dem Autor Florian Gantner über Ray Bradburys dystopischen Klassiker.
28. Jänner 2021, 09:30
Guy Montag liebt seinen Beruf als Feuerwehrmann und das Verbrennen von Büchern. Seine vom inhaltslosen Fernsehkonsum abgestumpfte Ehefrau Mildred träumt davon, in ihrem Wohnzimmer eine vierte Videowand zu haben, denn drei reichen ihr nicht. Als Montag eines Abends auf seine 17-jährige, unkonformistische Nachbarin Clarisse trifft, beginnt er, die Gesellschaft, in der er lebt, zu hinterfragen…
„Staunt euch die Augen aus dem Kopf, lebt, als hättet ihr nur noch zehn Sekunden zu leben. Seht euch die Welt an. Sie ist fantastischer als jeder in einer Fabrik hergestellte Traum“, heißt es an einer Stelle des Roman „Fahrenheit 451“. Angeblich ist das die Temperatur bei der Papier anfängt zu brennen, aber wie Autor Ray Bradbury einmal in einem Interview verriet, hat er nie wirklich überprüft, ob das stimmt. Ihm gefiel es einfach als Titel.
Ray Bradbury (geboren 1920 in Illinois, gestorben 2012 in Los Angeles) hat seine Karriere als Autor für Kurzgeschichten in Science-Fiction-Magazinen begonnen. Sein erster Roman, „Die Mars-Chroniken“, erschien 1950. Drei Jahre später schaffte er mit „Fahrenheit 451“ den internationalen Durchbruch.
Zu Gast bei Julia Reuter ist Florian Gantner, geboren 1980 in Neukirchen in Salzburg. Er studierte Komparatistik in Innsbruck, St. Étienne und Wien, wo er als Freier Schriftsteller lebt. Seit 2019 ist er Intendant des Festivals "Literatur findet Land". Florian Gantners Romane wurden mehrfach übersetzt und ausgezeichnet, u.a. mit dem Hauptpreis der Floriana - Biennale für Literatur 2018.
