Eine Nahaufnahme eines Seesterns in leuchtenden Farben.

AFP/EZEQUIEL BECERRA

Vom Leben der Natur, 22 01 2021

Vielnamige Meeresbewohner - Teil 5

Der Paläontologe und Seeigel-Spezialist Andreas Kroh spricht über "WoRMS", das Weltweite Register der Meereslebewesen.

Teil 5: Der Ozean ist kein Zoo

In WoRMS sind durchaus einige Würmer vertreten, aber die Datenbank geht weit über diese Tiergruppe hinaus. Die Abkürzung steht für "World Register of Marine Species". Hier sollen also möglichst alle Meereslebewesen verzeichnet werden, wobei nicht nur ihr aktueller wissenschaftlicher Name und - wenn das möglich ist - Fotografien der Organismen eingetragen sind, sondern auch Informationen zu ihrem Habitat, ihrer Anatomie, ihrem Verhalten und ihren Lebenszyklen. Das macht es Forscher/innen, aber auch interessierten Laien möglich, die allgemeinen und frei zugänglichen Daten von WoRMS neu zu verknüpfen, um bestimmte Fragestellungen zu beantworten: etwa welche Organismen besonders unter der zunehmenden Versauerung der Meere leiden, weil ihr Skelett oder ihre Schale aus einem anfälligen Material aufgebaut ist. Auch ist es so möglich, die Artenvielfalt bestimmter Gebiete aufzuzeigen - um wissenschaftliche Karten zu zeichnen, aber auch, um sich auf einen Tauch-Urlaub vorzubereiten.

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