Nahaufnahme eines menschlichen Auges

GETTY IMAGES/FLORIAN JUNGWIRTH

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Gewonnene Jahre - Neue Wege ins Alter

Statistisch gesehen gewinnen wir in jedem gelebten Jahr drei Monate an Lebenszeit dazu. Und: Wir leben nicht nur länger, sondern bleiben im Schnitt auch länger aktiv und gesund. Wir suchen innovative und ermutigende Ansätze, die helfen das Älterwerden rechtzeitig zu planen und positiv zu gestalten.

Teilen Sie Ihr Wissen!

Wir suchen innovative und ermutigende Ansätze, die helfen das Älterwerden rechtzeitig zu planen und positiv zu gestalten. Wenn Sie bereits ein fundiertes Konzept zu einem dieser Themen erarbeitet haben, an einer Initiative für ältere Menschen mitwirken oder bereits ein Projekt realisiert haben, dann teilen Sie Ihr Wissen und helfen Sie mit, neue Wege ins Alter aufzuzeigen! Gesucht werden innovative und ermutigende Ansätze aus allen Lebensbereichen.

Stellen Sie Ihr Projekt einem breiten Publikum vor! Schaffen Sie mit uns Bewusstsein für gesellschaftlich wichtige Fragen des Alterns und nutzen Sie die Möglichkeit Ihr Wissen und Ihre Erfahrungen mit anderen Initiativen zu teilen!

Der Projektaufruf wird von Ö1 Redakteur/innen und einer Expert/innen-Jury begleitet, die herausragende und repräsentative Projekte auswählen und sie in Ö1 Sendungen, in einer Publikation und/oder in einer Abschlussveranstaltung im Herbst in Wien vorstellen.

Einreichfrist ist der 31. Juli 2021.


 

Die Gestaltung dieser dritten Lebensphase ist so vielfältig wie individuell. Lebensträume wollen verwirklicht werden, Zeit für Familie und Enkelkinder wird großzügig reserviert, die schon lange ersehnte Weltreise geplant. Doch welche Voraussetzungen unterstützen diese Pläne? Aus medizinischer Sicht bleiben die Regenerationskräfte des menschlichen Körpers bis ins hohe Alter erhalten. Die biologischen Voraussetzungen dafür sind gesunde Ernährung und regelmäßige Bewegung.

Fragen des Älterwerdens

Doch Menschen brauchen soziale Netzwerke. Und diese gehen mit Eintritt in die Pension oft verloren und müssen nun neu aufgebaut werden. Auch der Wohnraum sollte der neue Lebensphase angepasst werden. Denn Barrierefreiheit garantiert langfristig Autonomie.

Ob sich die vielen Pläne jedoch realisieren lassen, hängt nicht nur von der inneren Haltung der Seniorinnen und Senioren ab, sondern auch von deren finanziellen Möglichkeiten. Oft sind mit einer Pensionierung markante Einkommensverluste verbunden, die den individuellen Handlungsspielraum einschränken. Kann die Währung Zeit das ersetzen?

  • Claudia Bachinger am Küchentisch

    Claudia Bachinger, Co-Founder, WisR "Unsere Gesellschaft ist nicht auf die 'Longevity' vorbereitet, die sie bereits erreicht hat. Es braucht neue Formen der Kollaboration, mehr Daten, bessere Technologien und innovative Geschäftsmodelle, die ein langes Leben lebenswert machen." - WisR

    Oliver Wolf

  • Christiane Feuerstein

    Christiane Feuerstein, Architektin „Alle Generationen profitieren von einer alternsgerecht gestalteten Umwelt mit vielfältigen Wohnformen, großzügig gestalteten Freiräumen, intelligenten Verkehrskonzepten sowie bedarfsorientierten sozialen und gesundheitlichen Angeboten.“
    Christiane Feuerstein

    Christa Fuchs

  • Franz Kolland, Institut für Soziologie, Universität Wien "Im Alter braucht es Beweglichkeit und Bereitschaft zu Veränderungen. Die Lebenserfahrung reicht nicht aus. Sie kann als Lebensanschauung nicht allein zur Orientierungstafel werden. Lustvolles Altern verlangt eine neue Kultur und eine soziale Umwelt, die diese unterstützt und nicht bremst." - Uni Wien - Franz Kolland

    Solveig Haring

  • Jana Nikitin

    Jana Nikitin, Professorin für Psychologie des Alterns, Universität Wien "Das Alter bietet Chancen und Herausforderungen. Es ist nicht „der Rest“ des Lebens. Diese Sicht auf das Alter ist diskriminierend und holt uns im Alter ein. Nehmen wir das Alter in seiner Vielschichtigkeit und ältere Menschen in ihrer Individualität wahr." - Jana Nikitin

    privat

  • Barbara Pichler

    Barbara Pichler, Institut für Pflegewissenschaft, Universität Wien "Wir benötigen zukunftsfähige geschlechtergerechte Wohn- und Sorgemodelle für das Alter, wo der Übergang in eine mögliche Pflegebedürftigkeit und das Lebensende für alle Beteiligten unabhängig ihrer sozialen Herkunft gut gelebt werden kann." - Uni Wien - Barbara Pichler

    Uni Wien

  • Johannes Pflegerl

    Johannes Pflegerl, Ilse Arlt Institut für Soziale Inklusionsforschung, FH St. Pölten „In einer Gesellschaft der Langlebigkeit ist es erforderlich dafür Sorge zu tragen, dass die Inklusion älterer Menschen in allen Lebensbereichen sichergestellt wird, damit sie am gesellschaftlichen Leben in vollem Umfang teilhaben können.“ Ilse Arlt Institut

    FH St.Pölten

  • Sonja Schiff

    Sonja Schiff, Coach für Fragen des Alterns "Mir ist es ein Anliegen, die in unserer Gesellschaft unterschwellig vorhandene Ablehnung des Alter(n)s zu überwinden. Was es dafür am dringlichsten braucht, sind Vorbilder für ein buntes, lustvolles und bewusstes Älterwerden." - Sonja Schiff

    Rochus Gratzfeld

  • Gerhard Bisovsky, Verband Österreichischer Volkshochschulen

    Gerhard Bisovsky"Bildung. Bildung. Bildung. Bildung stärkt die Autonomie, unterstützt das eigene und das solidarische Handeln. Bildung regt an, ermöglicht neue Sichtweisen und fördert das Wohlempfinden. Kostengünstige und qualitätsvolle Bildung für alle."
    vhs.or.at

    PRIVAT

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Rechtzeitig planen - positiv gestalten

Den dritten Lebensabschnitt gut gestalten heißt auch: diesen vorausschauend zu planen. Dazu zählt die Möglichkeit, sich mit den Errungenschaften der Digitalisierung auseinanderzusetzen. Sie dominieren immer mehr den Alltag. Sowohl Bankgeschäfte wie der Zugang zum Gesundheitssystem werden vermehrt online abgewickelt.

Um weiterhin am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können, müssen ältere und alte Menschen den Umgang mit digitalen Medien erlernen. Der Auftrag an die Politik wiederum ist es, ältere Menschen gezielt in das gesellschaftliche Leben zu integrieren und ihnen die Aufgaben, die sie bereit sind zu erfüllen, auch zu überantworten.

Das Ö1 Programm zum Schwerpunkt

Von 10. bis 18. April 2021 beleuchtet Ö1 in über 30 Sendungen, wie Vorsorge, Sinnfindung und Zusammenleben der Generationen derzeit funktionieren und in Zukunft aussehen könnten, welche innovativen Ansätze es dafür gibt und welche Voraussetzungen für Selbstbestimmtheit im Alter notwendig sind. Weitere Programmwochen zum Thema sind für Juni und Oktober geplant. Mit dieser Initiative möchte Ö1 Bewusstsein für die Fragen des Älterwerdens schaffen und neue Möglichkeiten aufzeigen, diese Lebensphase rechtzeitig zu planen und positiv zu gestalten.