Katharina Roth

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Talentebörse

Katharina Roth, Komponistin

Katharina Roth beschreibt sich selbst als zielstrebig, ehrgeizig, besessen von Musik (und gutem Essen), gern im Austausch, am Lachen und am Experimentieren. Außerdem hat sie sehr genaue Vorstellungen davon, wie Dinge sein und klingen sollen.

Was ist Kunst?

Cage sagte, dass alles Kunst sein kann, je nach Perspektive des Betrachtenden. Einer solchen ästhetischen Betrachtung der Welt als Kunstbegriff kann ich mich anschließen.

Wie sind Sie zur Kunst gekommen?

Ich habe mit acht Jahren in einem Spielzeugladen ein Keyboard entdeckt und mich verliebt. Als ich dann mit 13 durch die Begegnung mit Tilo Medek - meinem späteren Kompositionslehrer - entdeckt habe, dass ich mir die Musik auch selbst ausdenken kann, haben sich neue Welten geöffnet.

Kommt Kunst von können, müssen oder wollen?

Ich würde sagen von einem innerlichen „müssen“ im Sinne von nicht anders können, einem innerlichen starken Drang also und von „wollen“, im Sinne von sich damit auseinanderzusetzen und darauf einzulassen.

Wo würden Sie am liebsten auftreten?

Sehr gerne mag ich ungewöhnliche Räume, wo andere, teilweise auch intime Hörerfahrungen möglich werden; und Kirchen aufgrund ihrer Akustik.

Mit wem würden Sie gerne zusammenarbeiten?

… da gibt es viele beeindruckende Menschen aus unterschiedlichen Szenen, die mir einfallen. Besonders spannend ist es für mich, wenn es zum intensiven Austausch kommt.

Wie viel Markt verträgt die Kunst?

Das ist eine sehr schwierige Frage, der vorausgehend man eigentlich erst klären müsste was mit dem „Markt“ überhaupt gemeint ist. DEN Kunstmarkt als solchen gibt es ja nicht. Betrachten wir Markt für Bildende Kunst, unterscheidet er sich etwa gewaltig vom Musikmarkt. Betrachten wir den Musikmarkt, so sehen wir, dass er derzeit zum Erliegen gekommen ist. Betrachten wir jedoch andere Branchen, so fällt auf, dass sie gar nicht auskommen ohne Kunst, da diese doch im Prinzip sehr viele Bereiche des Marktes (von Möbel bis zu Kleidung bis zum Design der Milchpackung) entscheidend prägt.

Und wie viel Kunst verträgt der Markt?

Es kann eigentlich gar nicht genügend Kunst auf dem Markt geben und vor allem sollte sie auch in unkonventionellerer Form präsent sein, um zumindest eine Vielfalt der Möglichkeiten für alle Interessierten zu gewährleisten.

Wofür würden Sie Ihr letztes Geld ausgeben?

Für eine Reise an einen ruhigen, sonnigen Ort, am besten direkt am Meer, wo es eine kleine Hütte (am besten mit einem Flügel) gibt, in der ich Komponieren kann und in nicht so weiter Entfernung einige gute Musiker/innen, mit denen ich kollaborieren könnte.

Wo sehen Sie sich in zehn Jahren?

Ich sehe mich viel komponierend und mit verschiedenen Musiker/innen, Sänger/innen, Dramaturg/innen, Tänzer/innen, Schauspieler/innen etc. kollaborierend. Daneben bin ich sicherlich auch als Musiktherapeutin und Klavierpädagogin tätig und immer wieder neue Projekte initiierend.

Haben Sie einen Plan B?

Nein, ich mache was ich mir in den Kopf setze und werde das weiter so handhaben.

Wann und wo sind Sie das letzte Mal unangenehm aufgefallen?

Unangenehm aufzufallen ist in Corona-Zeiten eher schwierig… ich erinnere mich an keine konkrete Situation, aber bestimmt gibt es einige.

Wollen Sie die Welt verändern?

Die Welt wird sich sowieso verändern, es ist bloß die Frage in welche Richtung. Ich werde mich bemühen meinen Beitrag für eine klimafreundlichere, ökologisch-nachhaltigere und friedlichere Welt zu leisten.