Beate Gatschelhofer

GATSCHELHOFER

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Beate Gatschelhofer

geboren 1994 in Bruck an der Mur, lebt und arbeitet in Linz.

Arbeitsvorhaben

In der Laufzeit des Stipendiums könnte ich mich auf das Wesentliche meiner Arbeit konzentrieren und großformatige sowie zeitintensive Projekte umsetzen, ohne durch die Frage nach der Materialfinanzierung in der Skalierung oder der Wahl des Mediums eingeschränkt zu sein. Darüber hinaus würde ich die Möglichkeit nutzen mit neuen Materialien zu experimentieren, ein eigenes kleines Atelier einzurichten und mich in meinem künstlerischen Ausdruck frei weiterentwickeln zu können.

Mir geht es um eine Neuverortung traditioneller keramischer Arbeitsprozesse in der Bildenden Kunst.

Kommentar der Künstlerin

Die Neuverortung traditioneller keramischer Arbeitsprozesse in der Bildenden Kunst sowie lyrische Zugänge zur Skulptur über Wortphrasen, Gedichte, Fundstücke oder abstrakten Empfindungen spielen in meiner künstlerischen Arbeit eine zentrale Rolle. Das Bilden und Suchen von visuellen und ideologischen Ordnungssystemen, als auch die poetische Transkription vom Ausgangsmedium zum Objekt sind Bestandteile meiner Arbeitsweise, in der zusammenhängende Werkgruppen und Serien entstehen.

Ausbildung

  • Seit 2018: Kunstuniversität Linz, Studium Plastische Konzeption/Keramik
  • 2014-2016: HTBLVA Graz – Ortweinschule, Meisterschule für Kunst und Gestaltung, Keramische Formgebung
Wie Zuckerwatte von gestern, 2021

Wie Zuckerwatte von gestern, 2021 Die Werkserie entstand ausgehend von einem selbst geschriebenen, visuellen Gedichtband und greift diese Formensprache narrativ in skulpturaler Form auf. Grafi sche Elemente der Schreibmaschine, sowie gestickte Elemente wurden skaliert in eine skulpturale Gestik übersetzt und spielen mit Bezugspunkten und Farbkontrasten zueinander. Die Objekte nehmen in der Installation Bezug auf den Umraum, sodass jede poetische Erzählung abhängig von der gegebenen Ausstellungssituation entsteht.

GATSCHELHOFER

2021

  • instabile Zustände, Galerie WHA, Kunstuniversität Linz
  • Best Of 2020, Kunstuniversität Linz
  • Tombola III, bb15 - Raum für Gegenwartskunst, Linz
  • wie Zuckerwatte von gestern, Kunstfenster, Gnas

2020

  • Das Gelbe vom Zaunpfahl, Oberösterreichischer Kunstverein, Linz
Früher war das aber lustiger, 2019-2021

Früher war das aber lustiger, 2019-2021 Früher war das aber lustiger,
als das Fallen noch nicht so weh tat.
Früher hat das aber mehr Spaß gemacht,
als mir der Übermut
das Schienbein hinunterlief.

Früher war das aber lustiger ist eine Skulpturenserie, die über die letzten drei Jahre entstand. Fundstücke antiquierter Spielgeräte werden durch metamorphe, zerfl ießende Objekte eingenommen. Die Oberfl ächen der Objekte sind rissig und schroff, und weisen auf poetisch-melancholischer Weise mit der ideologisierten Erinnerung an vergangene Tage hin.

GATSCHELHOFER

2019

  • 14. Westerwaldpreis für Keramik, Keramikmuseum Westerwald, Höhr-Grenzhausen

2018

  • Versuche zu finden, Füll die Lück Nr. 10, Galerie Bordsteinschwalbe, Graz
Versuche zu finden, 2018

Versuche zu finden, 2018 Leerraum füllen - poetisch, gedrängt, mit Porzellan.
Dicht aneinander, sich gegenseitig in Koffern geformt, entstanden beim Versuch, poetische Worte in plastische Gestalt zu bringen.
Die gezeigte Objektserie erzählt vom Reisen als Fortbewegung, sowie dem Bedürfnis, neuen Umraum für sich zu finden und diesen zu adaptieren. Die skulpturalen Elemente beziehen sich auf ein selbstgeschriebenes Gedicht in welchem die stete Suche nach dem Ungewissen thematisiert wird.

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2017

  • ohne Titel, ohne Anrede, Museum für Geschichte, Universalmuseum Joanneum, Graz

Stipendien, Residencies

  • 2019: EKA Summer Academy, Estonian Academy of Arts, Tallin
  • 2018: Keramiksymposium Gmunden, Verein zur Förderung europäischer Keramikkunst
  • 2016: Ortweinstipendium des Landes Steiermark

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