Frau hält Buch in Händen

ORF/URSULA HUMMEL-BERGER

Nnedi Okorafor

Wer fürchtet den Tod

Eine magische Heldinnenreise im Stil des Afrofuturismus. Hanna Ronzheimer diskutiert mit der Autorin Raphaela Edelbauer über jenen Roman von Nnedi Okorafor, in dem eine junge Frau in einer dystopischen Zukunft die Welt verändern will.

Auf dem afrikanischen Kontinent spielt sich in einer düsteren Zukunft ein brutaler Krieg zwischen zwei ethnischen Gruppen ab. Die hellhäutigen Nuru ermorden und versklaven die dunkelhäutigen Okeke. Und Nuru Männer vergewaltigen Okeke Frauen, um ihnen "Ewu"-Kinder zu machen. Ein solches "Ewu" Kind ist Onyesonwu. Aus dem gesellschaftlich geächteten Mädchen wächst eine mutige Kämpferin mit übernatürlichen Fähigkeiten heran: eine phantastische Heldinnenreise auf der Basis westafrikanischer Mythologien und mit Anspielungen auf gegenwärtige gesellschaftliche und kulturelle Konflikte.

„Ich sehe die Welt als einen magischen Ort. Zugleich schaue ich gern in die Zukunft. Ich liebe Technologie und Ideen darüber, wie sich Dinge entwickeln können, wenn sie eine ungeahnte Richtung einschlagen.“ Ein Zitat von Nnedi Okorafor, eine US-amerikanische Autorin mit nigerianischen Wurzeln. Ihr Roman „Wer fürchtet den Tod“ ist 2010 im Original erschienen und gewann ein Jahr später den "World Fantasy Award". Nnedi Okorafor sieht sich selbst dem sogenannten Afrofuturismus zugehörig, ein Subgenre der Science Fiction.

Zu Gast bei Hanna Ronzheimer ist die Autorin Raphaela Edelbauer, geboren 1990 in Wien. Sie studierte Sprachkunst an der Universität für Angewandte Kunst und Philosophie an der Universität Wien. 2019 ist ihr Roman „Flüssiges Land“ erschienen, der auf der Shortlist des Deutschen und des Österreichischen Buchpreis landete. 2021 kam ihr zweiter Roman „Dave“ heraus: Eine Science Fiction Geschichte über einen jungen Mann, der in ferner Zukunft an einer spektakulären Form der künstlichen Intelligenz arbeitet.

Gestaltung

Hanna Ronzheimer

Übersicht