ORF/URSULA HUMMEL-BERGER
Iain M. Banks
Bedenke Phlebas
Der Auftakt eines zehnteiligen Romanzyklus. Julia Reuter und der Informatiker Michael Schwärzler unterhalten sich über Iain M. Banks Science-Fiction-Debüt.
9. September 2021, 09:25
"Bedenke Phlebas" handelt von einem galaktischen Krieg: Auf der einen Seite steht die "Kultur", eine scheinbar perfekte Gesellschaft, die von Künstlichen Intelligenzen geführt wird. Auf der anderen Seite stehen die Idiraner, eine dreibeinige Alienrasse, die dabei sind, ein religiös motiviertes Imperium zu errichten. Im Mittelpunkt der Handlung steht der Gestaltwandler Horza, ein Söldner, der von den Idiranern beauftragt wird, ein elektronisches Gehirn der Kultur zu suchen, da dieses wertvolle Informationen enthält.
„Als Erstes und Wichtigstes: Die Kultur existiert nicht. Sie ist lediglich eine Geschichte; sie existiert nur in meinem Geist und in dem der Leute, die über sie gelesen haben.“ Damit eröffnete der schottische Autor Iain M. Banks das Nachwort von „Bedenke Phlebas“. Es handelt sich dabei um Band Eins des sogenannten „Kultur-Zyklus´“, der sich aus insgesamt zehn Romanen zusammensetzt.
Iain Banks, geboren 1954 im schottischen Dunfermline, studierte Philosophie, Englisch und Psychologie, und arbeitete u.a. als Techniker für Britisch Steel sowie für IBM. 1984 ist sein erster Roman „Die Wespenfabrik“ erschienen, der – obwohl im Vorfeld von sechs Verlagen abgelehnt – auf Anhieb ein Erfolg wurde. 1987 folgte mit „Bedenke Phlebas“ sein erster Science-Fiction-Roman. Bei den Veröffentlichungen in diesem Genre benutzte er stets auch seinen Mittelnamen, also Iain M. Banks. Das M. steht für „Menzies“. Iain Banks ist 2013 an einer Krebserkrankung verstorben.
Zu Gast bei Julia Reuter ist Michael Schwärzler, geboren 1984 in Wien, aufgewachsen in Vorarlberg. Er studierte Informatik an der TU Wien und wollte ursprünglich Spiele-Entwickler werden. Stattdessen zog es ihn in den Bereich der Forschung, wo er aktuell im pharmazeutischen Bereich tätig ist: Als Informatiker unterstützt er Biologen und Chemiker bei der Entwicklung stabiler Prozesse zur Herstellung neuer Medikamente. Sein Fokus liegt dabei auf der Optimierung der „Collective Intelligence“ – der Kombination von digitalen Technologien wie Data Science, Robotik, Datenanalyse und Künstlicher Intelligenz (kurz: K.I.) mit der Erfahrung und dem Wissen hochspezialisierter Wissenschaftler aus aller Welt.
