Max Brenner

DIGITALE FOTOWERKSTATT/LUKAS HOF

Ö1 Talentebörse

Max Brenner, Grafik

Schon in meiner Kindheit habe ich begonnen, mich intensiv durch das Zeichnen und Malen mitzuteilen. Da ich am künstlerischen Schaffen auch die physische Arbeit und physische Erlebnisse mag, arbeite ich mittlerweile am liebsten vielschichtig mit Mischtechniken auf größeren Leinwänden und ich kann mir auch gut vorstellen in Zukunft zusätzlich mit dreidimensionalen Objekten zu arbeiten. Zurzeit versuche ich meine Arbeiten jeweils mit vielen verschiedenen gesellschaftlichen Inhalten und Infragestellungen gleichzeitig aufzuladen und dabei stelle ich Figuren oder Menschen gerne als Teile einer großen dynamischen Masse dar.

Was ist Kunst?

Ein inkonstanter Begriff, den sich alle so einrichten, wie sie ihn gerne hätten. Vielleicht auch kreierte, gefilterte Erlebnisse, welche aus dem Bedürfnis entstehen, sich mit Wahrnehmungen und Perspektiven intensiv auseinanderzusetzen und das Entwickeln einer eigenen individuellen Sprache, durch die man bestimmte Vertiefungen mit anderen Teilen und verbreiten kann.

Wie sind Sie zur Kunst gekommen?

Durch Musik und Schaffensdrang.

Kommt Kunst von können, müssen oder wollen?

Zuerst wollen, dann können und müssen.

Wo würden Sie am liebsten ausstellen/auftreten/inszenieren?

In alten, verwahrlosten, monumentalen Orten, im öffentlichen Raum und in Museen. Aber ich lass mich auf die meisten Orte gerne ein.

Mit wem würden Sie gerne zusammenarbeiten?

Im Moment besonders mit Jordan Wolfson. Ich bin generell sehr offen für vielfältige Kooperationen.

Wie viel Markt verträgt die Kunst?

Sie kann schon einiges vertragen, aber auch darunter leiden. Je mehr Nachfrage mit ins Spiel kommt, desto mehr droht sie monoton zu bleiben und weniger progressiv zu sein. Kunst könnte für viel größere Überraschungen sorgen, wenn der Markt ausgeglichener und so manche Betriebe weniger gierig sein würden.

Und wie viel Kunst verträgt der Markt?

Der Markt verträgt wahrscheinlich oft schon viel zu viel vom Einen und übersieht dadurch leider viel vom Anderem.

Wofür würden Sie Ihr letztes Geld ausgeben?

Das hängt von mehreren Umständen ab, unter anderem wie viel Geld noch zur Verfügung steht.

Wo sehen Sie sich in zehn Jahren?

Ich hoffe immer noch im Spiegelbild.

Haben Sie einen Plan B?

Die ganzen A Pläne erlauben es mir nicht, einen Plan B zu haben.

Wann und wo sind Sie das letzte Mal unangenehm aufgefallen?

Als ich beim Mario Kart in der Regenbogenwelt zweimal an derselben Stelle hinuntergefallen bin und deshalb ausnahmsweise Zweiter wurde.

Wollen Sie die Welt verändern?

Ja, natürlich! Und Kunst ist ein wichtiges Werkzeug dafür. Jede und jeder verändert die Welt, aber wichtig ist wie und welche Absichten dabei verfolgt werden.

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