Alan Bartus

ORF/JOSEPH SCHIMMER

Ö1 Talentebörse

Alan Bartus, Klavier - Gewinner des Ö1 Jazzstipendium 2022

Alan Bartus ist in der österreichischen Szene kein Unbekannter, hat er doch in den letzten Jahren bereits als großes Talent auf sich aufmerksam gemacht, oft an der Seite seines Vaters, des vielgefragten Kontrabassisten Stefan "Pista" Bartus. Er gewinnt ein zweijähriges Masterstudium an der Jam Music Lab Privatuniversität Wien.

Was ist Kunst?

Kunst ist eine Form, durch die wir Musiker eine Message, Spirit und Emotionen an das Publikm weitergeben. Gerade Jazz ist für mich eine sehr starke spirituelle Ausdrucksform. Musik bedeutet für mich eine lebenslange Mission: Kunst, Kultur und Frieden verbreiten.

Wie sind Sie zur Kunst gekommen?

Seit meiner Kindheit hat es mich zur Musik hingezogen. Ich komme aus einer musikalischen Familie: Mein Vater ist ein etablierter Kontrabassist, der seit mehr als 20 Jahren in der europäischen Jazz-Szene aktiv ist. Als Kind habe ich verschiedene Instrumente angefasst, doch Ich habe mich für das Klavier entschieden.

Kommt Kunst von können, müssen oder wollen?

Meiner Meinung nach sollte Kunst immer natürlich sein. Jeder hat irgendeine Aufgabe, wenn wir auf die Welt kommen. Jeder kann sich seinen Weg aussuchen: Mein Weg ist die Musik.

Alan Bartus gewinnt das Ö1 Jazzstipendium

ORF/JOSEPH SCHIMMER

Leporello | 06 05 2022

Das Ö1 Jazz-Stipendium

Mit wem würden Sie gerne zusammenarbeiten?

Mein Traum wäre es mit den besten Musikern aus der Szene zu spielen. Dabei kann man sehr viel Erfahrung sammeln. Ich habe schon mit mehreren renommierten Künstlern gearbeitet. Soeben war ich auf Tour mit dem Saxofonisten und Grammy-Award-Gewinner Tim Armacost aus New York. Einer meiner Träume wäre es, mit dem legendären Bassisten Robert Hurst und dem Schlagzeuger Jeff Tain Watts zu spielen.

Wie viel Markt verträgt die Kunst?

Wenn man jetzt von "dem Musikmarkt" spricht - es gibt sehr viele Leute, die sich damit speziell beschäftigen: Veranstalter von Festivals, Konzerten, Evenings etc. Wenn man sich gut präsentiert, kann man auf dem Markt erfolgreich sein. Man muss sich bemühen und für sich selbst Promotion machen.

Und wie viel Kunst verträgt der Markt?

Heutzutage stehen viele gute Musiker auf der Bühne, vor allem Pianisten. Es ist sehr wichtig, wie sich der Künstler präsentiert, wie er wirkt und natürlich wie er spielt. Künstler müssen respektiert werden, weil sie ihr ganzes Leben ihrer Arbeit opfern und sich anstrengen, um von ihrer Kunst leben zu können.

Wofür würden Sie Ihr letztes Geld ausgeben?

Für einen Flügel.

Wo sehen Sie sich in zehn Jahren?

Mein Plan ist eine Solo-Karriere. Doch ich will auch als guter Sideman in der Szene tätig sein.

Haben Sie einen Plan B?

Eigentlich Plan A.

Wann und wo sind Sie das letzte Mal unangenehm aufgefallen?

Kann mich nicht erinnern, aber natürlich könnte so etwas passieren.

Wollen Sie die Welt verändern?

Ja, durch meine Musik.