Thomas Mann: "Buddenbrooks"

ORF/URSULA HUMMEL-BERGER

Thomas Mann

Buddenbrooks

Der Verfall einer Familie. Tim Felchlin und der Theaterregisseur Calle Fuhr über Thomas Manns preisgekrönten Klassiker.

„Man blickte in seinen Teller und gedachte dieser ehemals so glänzenden Familie, die das Haus erbaut und bewohnt hatte und die verarmt, heruntergekommen, davongezogen war.“ Der 1901 veröffentlichte Roman erzählt vom Schicksal einer wohlhabenden, deutschen Kaufmannsfamilie in Lübeck. Im Zentrum stehen die drei Geschwister Thomas, Christian und Tony Buddenbrook – Verursacher und Zeugen des allmählichen wirtschaftlichen und bürgerlichen „Verfalls“ ihrer einst hoch angesehen Familie. Die Parallelen zu Thomas Manns eigener Familie sind dabei nur wenig verschlüsselt. „Buddenbrooks“ gilt nach wie vor als einer der meistgelesenen deutschen Klassiker und wurde mehrfach verfilmt. 1929 hat der Autor dafür den Nobelpreis für Literatur erhalten.

Zu Gast bei Tim Felchlin ist Calle Fuhr. Der Theaterregisseur, Autor und Podcaster verknüpft in vielen seiner Bühnenstücke Theater mit Journalismus und arbeitet dabei mit unabhängigen Medien zusammen. Für das Volkstheater Wien entwickelte Calle Fuhr gemeinsam mit der Recherche-Plattform „Dossier“ die Theaterstücke „Die Redaktion“, „Heldenplätze“ und „Aufstieg und Fall des Herrn René Benko“. Calle Fuhr gilt im deutschsprachigen Raum als einer der profiliertesten Vertreter des Recherche- und Investigativ-Theaters.

Folge 1 der 14. Bücherbox-Staffel zum Thema "Familiengeschichten" war erstmals am 16.12.2024 in Ö1 zu hören.

Gestaltung

Tim Felchlin

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