
DYNAMO WIEN/FLORIAN JUNGWIRTH
5. bis 13. April 2025
Die Ö1 Sportwoche
Eine Woche lang dreht sich in Ö1, wenn schon nicht alles, so doch vieles, um den Sport. In mehr als 60 Sendungen, kurz oder lang und verteilt über eine Woche, werden wir Ihnen nicht nur gesundheitliche, sondern auch politische, wirtschaftliche, gesellschaftliche, psychologische und wissenschaftliche Aspekte des Sports näherbringen.
28. März 2025, 10:55
In der Welt multipler politischer Verwerfungen gibt es eine Lingua franca. Sie überwindet Grenzen, Ethnien, Spannungen und gesellschaftliche Hintergründe der Menschen: die Sprache des Sports.
Sport kann ohne Zweifel als Motor gesellschaftlicher Prozesse gelten, oder als Trainingsfeld, als Fitnessraum des Lebens, sodass immer breitere Bevölkerungsschichten Teilhabe an der Welt bekommen. Genau das zu fördern und noch stärker zu entdecken sollte mehr und mehr das Ziel von Politik, aber auch Wirtschaft, von Vereinsfunktionär:innen, Klubs und Sportbegeisterten sein.
Auch Ö1 bewegt der Sport. Von 5. bis 13. April ganz besonders mit einer "Sportwoche". Wir haben diesen Schwerpunkt in Anlehnung an die Schulsportwochen betitelt. Auch die Ö1 Mitarbeiter:innen - eigentlich ausnahmslos - bewegen sich viel, nicht nur durch das Ö1 Haus und das ORF-Zentrum, sondern auch im Privaten, sportlich eben. Mit Bewegung ist keineswegs nur Denksport gemeint. Es war in der Planung überwältigend zu erfahren, wie groß die Leidenschaft im Sender für den Sport ist, wie umfangreich das Interesse.
Hier läuft Ö1
Eine Woche lang dreht sich alles um den Sport. "Hier läuft Ö1" - mit diesem Slogan, zu lesen auf unserem neuen T-Shirt, werden zwei Staffeln der Musikredaktion am Tag des Wien-Marathons am 6. April an den Start gehen. Genaueres über Training, Motivation und Spaß erfährt man an diesem Sonntag in der Sendung "Hinterzimmer". Im "Intermezzo" steht Komponist Christian Muthspiel Rede und Antwort zum Laufsport und "Intrada" berichtet am 11. April unter anderem über Musik im (Kunst-)Sport.
Jeder Mensch hat das Recht, Sport zu treiben
Die Frage, wie man alle Menschen - ungeachtet physischer, psychischer oder sozialer Kriterien - in das Teilsystem Sport einbeziehen kann, führte 1975 zur Verabschiedung der Europäischen Charta "Sport für alle". Ihr Ziel: Die Ermöglichung von regelmäßigem Sport für alle Menschen. Unabhängig welchen Geschlechts, Alters, Berufs oder Einkommens. In Artikel 1 heißt es: "Jeder Mensch hat das Recht, Sport zu treiben." Immer mehr Initiativen nehmen sich auch jener an, die an den Rändern der Gesellschaft stehen.
Dutzende Sendungen
In circa 50 Sendungen, kurz oder lang und verteilt über eine Woche, bringen wir Ihnen nicht nur gesundheitliche, sondern auch politische, wirtschaftliche, gesellschaftliche, psychologische und wissenschaftliche Aspekte des Sports näher. In "Guten Morgen mit Ö1" tritt Gast-Podcaster Paul "The Voice" Kraker aus dem Newsroom mit speziellen Fragen an Expert:innen heran; in der Mittagssendung "Punkt eins" ist Österreichs Politikerklärer Nummer eins, der sportbegeisterte Peter Filzmaier, zu Gast. Die "Spielräume" werden zu Sporträumen; "soundart: Zeitton" geht mit Mauricio Kagels Komposition Match in die Fußballarena; die "Passagen" erklimmen mit dem Ö1 Marketing-Chef den Mount Everest. Die "Dimensionen" werden zum Diskursraum, in dem es nicht nur um den Gender Pay Gap im Sport gehen soll. Und "Diagonal" sendet ein "Stadtporträt Paris-Banlieue", dort, wo im August 2024 die Olympischen Sommerspiele stattfanden. Über einem weiteren "soundart: Zeitton" steht in großen Lettern: "Formula One - The art of speed". "Ambiente" wandert, die "Menschbilder" sind an der Dart-Scheibe, in "matrix" geht es um Fitness-Apps, VR-Brillen und Fitfluencer.
Sport und Inklusion
Wie weitreichend die Überlegungen hinsichtlich einer Beteiligung aller am Sport gehen muss, zeigt auch das Beispiel von Menschen mit Behinderung. Immer mehr wird darauf Wert gelegt, Menschen mit und ohne Behinderung durch die Entwicklung und Organisation inklusiver sportlicher Angebote und Veranstaltungen miteinander in Bewegung zu bringen. Nicht nur Moment und das Radiokolleg, auch die Menschenbilder mittendrin oder die Hörbilder werden darüber unter anderem berichten. Und über Sport als Mittel zu sozialem Aufstieg.
Die gesellschaftliche Seite des Sports
Sport bedeutet seit den Ägyptern, Griechen, Römern mehr als nur eine Zurschaustellung körperlicher Fähigkeiten. Er war immer auch ein Instrument für sozialen Zusammenhalt. Fans aus allen Gesellschaftsschichten vereinen sich zum Beispiel unter einer Fahne, um das Spektakel ästhetischer Höchstleistungen zu feiern, unabhängig von Ethnie, Religion oder Nationalität. Und auch in der Vermittlung sozialer Kompetenzen spielt der Sport eine immense Rolle. Wer in einem Verein aktiv ist, erfährt, erlebt und ermöglicht für sich und andere den Mehrwert des Sports in Hinblick auf Integration, Sozialisation, Demokratie, Gesundheit, Ökonomie und anderes mehr. Im Sport werden ohne Zweifel soziokulturelle Grundlagen, Wertvorstellungen, Umgangsformen und soziale Netze erprobt, revitalisiert und festgezurrt.
Fitnessraum Ö1
Tatsache ist auch: Seit die Verbesserung, die Erhaltung oder Wiedererlangung von körperlicher Leistungsfähigkeit und Gesundheit als Ziel sportlicher Übungen als vermarktbar erkannt und in diesem Sinne auch instrumentalisiert worden ist, ist der Sport als Bestandteil individueller Lebensgestaltung kaum mehr wegzudenken.
Wir wollen in dieser Ö1 "Sportwoche" auch das Witzige ernst nehmen. In der Jazznacht trifft Kollege Andreas Felber auf seinen Namensvetter Andreas Felber, bekannt aus dem TV-Sport. Leporello wird ein tägliches Fitnessprogramm absolvieren: Prominente werden mit ganzem Körpereinsatz Einblicke in ihre Sport-Routinen gewähren. Auch die Themen Körperkultur, Freude an Bewegung, Motivation und Selbstüberwindung sollen nicht fehlen. Sehr fit machen mit: Stefanie Sargnagel, Lydia Haider, Attwenger, Doris Uhlich und Chris Lohner. Die legendäre Radio-Vorturnerin Ilse Buck wäre stolz! Gemeinsam auf also in den Fitnessraum Ö1!