Illustration des Ammendornfingers

ORF/ISABELLE ORSINI UND ROSENBERG

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Der Ammendornfinger

Ö1 Insektarium: Die Mitläufer

In dieser Serie haben wir über Insekten berichtet, die Wasser für die Reproduktion brauchen, über Insekten, die von der Lichtverschmutzung betroffen sind, über Krabbler in der Wohnung, über Insekten, die vom Menschen gegessen werden und solche, auf deren Speiseplan der Mensch steht. Wir beenden diese Serie mit der 14. Staffel und tun dies mit einem Schmunzeln. Immer wieder wurden wir gefragt, warum wir nicht über Zecken, Milben oder Spinnen berichten. Die Antwort ist: weil sie keine Insekten sind. Doch zum Abschluss werden wir in der närrischen Jahreszeit einige dieser "Mitläufer" vorstellen.

Der vorwiegend nachtaktive Ammendornfinger, die Spinne des Jahres 2023, spinnt keine Fangnetze, sondern lauert seiner Beute - Insekten bis hin zu Gottesanbeterinnen und Heuschrecken - auf und überwältigt sie mit einem Giftbiss. Die Tage verbringt er in kugeligen Ruhegespinsten, meist in offenen Wiesen mit hohem Bewuchs, in Gestrüpp oder unter Steinen. Ihre Gelege aus 80 - 300 Eiern verteidigen die Spinnenweibchen sehr vehement. Die Jungen verlassen sofort nach dem Schlupf das Nest und überwintern bodennah in winzigen Ruhegespinsten.

Sabine NIkolay

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