Mahak Sadeghzadehpishjari

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Ö1 Talent im Porträt

Mahak Sadeghzadehpishjari

Zehn Komponierende waren im Finale des Ö1 Talentebörse-Kompositionspreises, der mit 10.000 Euro dotiert ist und von der Oesterreichischen Nationalbank unterstützt wird. Die Finalist:innen wurden jeweils von einer der fünf österreichischen Musikuniversitäten nominiert. In "Zeit-Ton" werden die Komponist:innen porträtiert.

Junge Künstlerinnen und Künstler im Porträt

Geboren im Jahr: 2004
in: Teheran, Iran

Zur Musik gekommen bin ich: Eigentlich hat alles mit 15 angefangen, als ich begonnen habe, mich ernsthaft mit Musik auseinander zu setzen. Mich hat die Welt der Klänge sofort fasziniert, ihre Komplexität, ihre Tiefe und die Möglichkeit, mit Klang Kunst zu erschaffen.

Meine Universität: Kunstuniversität Graz
Studium bei: Franck Bedrossian

Künstlerische Inspiration bekomme ich: vor allem aus dem alltäglichen Leben in der Stadt und auch aus der bildenden Kunst. Außerdem interessiert mich der Klang elektronischer Musik sehr viel. Spannend finde ich dabei vor allem, in akustischer Musik Klänge zu finden, die an elektronische Klänge oder Sounds erinnern, ohne tatsächlich elektronische Mittel zu verwenden.

Ein musikalischer Gänsehautmoment ist: für mich dann, wenn ein Klang direkt das Herz berührt und man die Musik körperlich und emotional spüren kann. Genau diese Momente geben mir die Motivation, weiter zu komponieren und nach neuen Klangwelten zu suchen.

Wenn ich einen Komponisten/eine Komponistin (tot od. lebendig) etwas fragen könnte: Ich würde György gerne Ligeti fragen, wie er auf die Orchestrierung von „Atmosphères“ gekommen ist. Die Klangwelt dieses Werkes fasziniert mich unglaublich und sie wirkt gleichzeitig so fein, so emotional und auch sehr komplex.

Wenn ich gerade nicht musiziere: mache ich sehr viele grafische Skizzen und beschäftige mich mit visueller Kunst. Diese Arbeitsweise beeinflusst auch meinen kompositorischen Prozess sehr stark, weil viele musikalische Ideen zunächst als Bilder oder Formen entstehen.
Mein größter Erfolg bisher ist: Ich bin sehr, sehr dankbar dafür, dass ich die Möglichkeit habe, Kunst zu schaffen und als Künstlerin eine eigene Stimme zu entwickeln. Das bedeutet mir sehr viel.

Ich empfehle mein Werk: „Cobalt“. Dieses Stück markiert für mich einen wichtigen Moment in meiner künstlerischen Entwicklung. In „Cobalt“ konnte ich viele Klangvorstellungen und ästhetische Ideen verwirklichen, die mich schon lange Zeit beschäftigt haben. Besonders die Arbeit mit den tiefen, dichten und teilweise hohen Klangfarben des Basssaxofons spielt dabei eine zentrale Rolle.

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