Leonie Pirker

privat

Akademie der bildenden Künste Wien

Leonie Marcella Pirker

In meiner Arbeit untersuche ich den Moment, in dem aus Linien, Spuren und gestischen Verdichtungen allmählich figurative Ansätze entstehen. Mich interessiert dieser Übergang als ein bewegliches Feld zwischen Sichtbarkeit und Andeutung. Ein Zustand, in dem sich Figuren nicht abbildhaft zeigen, sondern aus der Abstraktion heraus auftauchen. Diese Formen tragen oft den Charakter flüchtiger Empfindungen, die sich nur für einen Moment zeigen und im nächsten Augenblick wieder entgleiten.

  • Blattlaus Kombination aus Holzschnitt und Linolschnitt auf Büttenpapier,
    29 x 41 cm (Platte) auf 29,7 x 42 cm, 2026

    Blattleere
    sieht sich um,
    kehrt sich um.
    Ein Auge
    ohne Träger
    zwischen uns.
    Noch kein Wort,
    nur Verschiebung.
    Weiß,
    das nicht weiß bleibt.
    Das flirrende Rot blendet mich.

  • Morgenröte Kombination aus Holzschnitt und Linolschnitt auf Büttenpapier,
    29 x 41 cm (Platte) auf 29,7 x 42 cm, 2026

    Links schweigt das Zimmer,
    rechts endet die Nacht.
    Das Fenster hält das letzte Blau,
    dazwischen
    kein Moment,
    nur Übergang,
    ein kleines Leuchten.

  • Im Wendekreis (II) Kombination aus Holzschnitt und Linolschnitt auf Büttenpapier,
    41x 29 cm (Platte) auf 42 x 29,7 cm, 2026

    Um ihn herum
    ziehen Spuren vorbei,
    blinde Wege aus Blau und Kreide.
    Der Wind flüstert Melodien,
    die Kompassnadel dreht sich weiter.

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