Leonie Streibl an ihrem Schreibtisch

privat

Kunstuniversität Linz

Leonie Streibl

geboren 2003, lebt in Wien und Linz und studiert seit 2024 Grafikdesign und Fotografie an der Kunstuniversität Linz. Ihre Arbeiten entstehen häufig aus fotografischen Beobachtungen und deren Übersetzung ins Grafische.

  • Warmer Schatten 2026, 29,5 x 40 cm
    Siebdruck auf Finnpappe 1 mm, 3 Farben

    Zwischen Moment und Erinnerung entsteht ein Bild ohne eindeutigen Ort. Dunkle Formen legen sich über helle Verläufe, einzelne Strukturen tauchen auf und verschwinden wieder. Der Hintergrund erinnert an einen Horizont, an Wärme, an etwas, das man kennt, aber nicht genau benennen kann. Das Bild hält kein bestimmtes Motiv fest, sondern ein Gefühl von Licht, Struktur und sommerlicher Leichtigkeit. Im dreifarbigen Siebdruck verschieben transparente Farbschichten und ein gedruckter Verlauf das fotografische Ausgangsmaterial. Das Motiv löst sich teilweise auf und öffnet einen Bildraum, in dem jede Betrachtung anders beginnen kann.

  • Das Glück ist eine Mandarine 2026, 40 x 29,5cm
    Siebdruck auf Hahnemühle 230 g/m2, 3 Farben

    Die fotografische Vorlage entstand auf einem chinesischen Neujahrsfest. Mandarinen gelten in diesem Kontext als Symbol für Glück, Wohlstand und Neubeginn. Die beiden Hände am Bildrand lenken den Blick auf die Mandarinenspalten und richten die Aufmerksamkeit auf dieses Glückssymbol. Ihre Anordnung bewegt sich zwischen Bild und Zeichen. Sie scheinen lesbar, ohne eindeutig entschlüsselt werden zu müssen. Im dreifarbigen Siebdruck wird die Fotografie in eine flächige Bildsprache übersetzt, in der Glück als etwas sichtbar wird, das sich teilen und weitergeben lässt.

  • Dazwischen bleibt Sommer 2026, 29,7 x 42 cm
    Risographie, Meta Paper Rough 300 g/m², 4 Farben

    Irgendwo zwischen Tag und Abend bleibt Sommer. Die Arbeit hält keinen einzelnen Moment fest, sondern die Stimmung eines Tages, der langsam seine Farbe verändert. Links liegt noch Licht, während rechts schon die Dämmerung einsetzt. Dazwischen entsteht ein Bild, das offen bleibt und zum Entdecken einlädt. Die Arbeit basiert auf einer doppelt belichteten analogen Aufnahme. Durch die Überlagerung erscheinen mehrere Tageszeiten gleichzeitig im Bild. Beim Betrachten entstehen immer wieder neue Zusammenhänge, weil keine Ebene eindeutig im Vordergrund bleibt.

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