Dimensionen - Die Welt der Wissenschaft
Als der Welt ein Licht aufging. Der Laser feiert seinen 50. Geburtstag. Gestaltung: Ralf Krauter
17. Mai 2010, 19:06
Er hatte eigentlich keine Chance - und nutzte sie: Am 16. Mai 1960 gelang es dem jungen US-Physiker Theodore H. Maiman erstmals, einen Rubinkristall mit einer Blitzlampe zur stimulierten Emission von Licht anzuregen. Es war die Geburtsstunde des Lasers.
Die faszinierenden Eigenschaften von Laserlicht - es hat eine genau definierte Wellenlänge und lässt sich stark bündeln - machten die Erfindung zu einer Sensation. Mit Geldern des US-Militärs tüftelten damals viele am Bau der ersten kohärenten Lichtquelle.
Der Erfolg des Außenseiters Maiman von den Hughes-Forschungslabors in Kalifornien deklassierte die Konkurrenz. Die enorme Bedeutung seines Durchbruchs war sofort klar. Die Eroberung industrieller Anwendungen dauerte allerdings Jahrzehnte länger als gedacht.
Heute sind Laser allgegenwärtig: Sie stecken in Supermarktkassen und DVD-Spielern, schicken Datenpakete durch Glasfasern und sind bei der Produktion von Autos und Mikrochips unentbehrlich. Was der Transistor für die Elektronik, ist der Laser für die Optik: Eine revolutionäre Technologie, die unser Leben nachhaltig veränderte.
Und die Erfolgsgeschichte ist längst nicht zu Ende. Mit ausgebufften Tricks entwickeln Wissenschafter stetig weitere Laser der Extraklasse. Höhere Intensität, kürzere Pulse und Wellenlängen eröffnen neue Einsatzfelder.
