Texte - Neue Literatur aus Österreich

"Ohlsdorf" und "Tirol reden". Prosa von Erika Wimmer. Es liest die Autorin

Die Innsbrucker Autorin Erika Wimmer hat sich im Vorjahr - da jährte sich Thomas Bernhards Tod zum 20. Mal - nach Ohlsdorf aufgemacht, um dem Dichter in dessen zum Museum gewordenen Vierkanthof ihre Reverenz zu erweisen. Kamera und Notizblock waren ihre Ausrüstung, und Wimmer hat ihren ganz persönlichen Weg gefunden, dem als sehr schwierig bezeichneten Poeten zu begegnen. Nicht nur Trost und Inspiration fand sie in Bernhards Sprache, sondern auch ein Stück Heimat.

Um Heimat geht es auch im zweiten Beitrag Wimmers für diese Ausgabe der "Texte". "Tirol reden" nimmt die Phrasenflut des Gedenkjahres 2009 in Tirol satirisch aufs Korn: Was da im Gedenken an den Tiroler "Freiheitskampf" von 1809 quer durch die ideologischen Lager daher kam, legt Wimmer weise los. Eine Demaskierung alpinen Selbstgefühls.

Erika Wimmer ist in Bozen (Südtirol) zur Welt gekommen und aufgewachsen, nach ihrer Matura zog sie nach Innsbruck, um hier Germanistik, Vergleichende Literaturwissenschaft und Anglistik zu studieren. Seit 1983 ist sie Mitarbeiterin des Forschungsinstituts Brenner-Archiv der Universität
Innsbruck, von 1997 bis 2003 leitete sie das dort angesiedelte Literaturhaus am Inn.
Als Autorin beschäftigt sich Wimmer mit den Genres Lyrik, Erzählung, Roman, Hörspiel und Theater. Zuletzt erschien - bei Folio - ihr Roman "Die dunklen Ränder der Jahre".

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Erika Wimmer, "Ohlsdorf" und "Tirol reden", Manus

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