Dimensionen - Magazin
1. Projekt Biodiversität: Sanddünen im Marchfeld
2. Der diskrete Charme des Formulars
3. Wer wird weise und was heißt "weise"?
4. Das Infrarotteleskop Herschel: Bilanz eines Jahres im All
Redaktion und Moderation: Franz Tomandl
4. Juni 2010, 19:06
Der 17. Juni ist der Tag der Wüstenbildung - ausgerufen von den Vereinten Nationen, die damit auf das Vordringen der Wüsten und den Verlust von Ackerböden in vielen Regionen der Welt hinweisen. Sanddünen gibt es jedoch auch in Österreich - und zwar im Marchfeld. Vor Jahrhunderten zogen hier weitläufige Wanderdünen durch die Ebene. Heute ist kaum mehr etwas davon erhalten. Wer an den entsprechenden Orten durch das Marchfeld wandert, kann die ursprüngliche Dimension der Dünen nur noch erahnen. Die Reste der einstigen Sandflächen beherbergen seltene Tier- und Pflanzenarten und zählen dadurch zu den ökologisch wertvollsten Biotopen in Österreich und Mitteleuropa. Naturschützer versuchen daher die gefährdeten Gebiete zu erhalten.
Mit Heinz Wiesbauer, Landschaftsökologe, Wien. Autor: Mark Hammer
Formulare sind ein unverzichtbares Instrument der modernen Verwaltung. Sie hatten deshalb einen wesentlichen Anteil an der Entwicklung des modernen Staates. Heute sind Formulare komplexe Instrumente, mit denen die Verwaltungsabläufe innerhalb der Behörde rationalisiert und gesteuert werden. In einem Forschungsprojekt an der Johannes Kepler Universität Linz wird die Kulturgeschichte des Formulars analysiert. Mit Peter Becker, Johannes Kepler Universität Linz. Autor: Lukas Wieselberg.
Was zeichnet einen weisen Menschen aus? Womit sich einst Philosophen intensiv beschäftigt haben, das wird seit kurzem in der Psychologie empirisch untersucht. Ein Grund für die Weisheitsforschung ist vor allem die demographische Entwicklung mit der Zunahme alter Menschen. Was Weisheit allerdings genau ist, darüber gehen die Meinungen auseinander. In jedem Fall verbinden sich dabei Wissen und Intuition, Verstand und Gefühl. Wer aber wird weise und konkret wie? Das erforscht die Entwicklungspsychologin Judith Glück an der Alpen Adria Universität Klagenfurt. Maria Mayer berichtet.
Vor einem Jahr hat eine europäische Ariane-V-Rakete das Himmelsfernrohr Herschel ins All geschossen. Es blickt seit nunmehr einem Jahr in die kalten Regionen des Kosmos, in Staub- und Gaswolken, aus denen womöglich eines Tages Sterne entstehen. Genauso widmet sich Herschel den äußersten und damit kalten Regionen unseres eigenen Sonnensystems. Mit Göran Pilbratt aus dem Herschel-Wissenschafts-Team der ESA; Raphael Moreno, L'Observatoire de Paris. Autor: Guido Meyer
