Die Hörspiel-Galerie
"Will nicht mehr weiden. Requiem für Ernst Jandl". Von Friederike Mayröcker. Es liest Jutta Lampe. Komposition: Martin Haselböck. Regie: Ulrich Gerhardt
5. Juni 2010, 14:00
Vor zehn Jahren, am 9. Juni 2000, starb in Wien der Dichter und Hörspielautor Ernst Jandl. "Der Verlust eines so nahen Menschen, eines HAND- und HERZGEFÄHRTEN ist etwas ganz und gar Erschütterndes", schrieb seine Weg- und Lebensgefährtin Friederike Mayröcker damals, "aber vielleicht ist es so, dass man weiter mit diesem HERZ- und LIEBESGEFÄHRTEN sprechen kann und vermutlich Antworten erwarten darf."
Das tat Friederike Mayröcker - und sie tat es schreibend. Ihr Text "will nicht mehr weiden" ist keineswegs ein Ernst-Jandl-Porträt oder eine Würdigung von Leben und Werk. Vielmehr ist Friederike Mayröckers "Requiem" Ausdruck des Schmerzes über den Verlust und zugleich der Versuch, ihre Schreibexistenz ohne die tägliche Anwesenheit des ihr wichtigsten, geliebten Menschen zu führen.
Für die Umsetzung des Textes als Hörspiel bat die Autorin den Komponisten und Organisten Martin Haselböck um eine Komposition. Regie: Ulrich Gerhardt, es liest Jutta Lampe. (Produktion BR/ORF2001).
