Ambiente
Von der Kunst des Reisens. Ambiente Spezial. "Im Herzland der Industrie" - eine Reise ins deutsche Ruhrgebiet. Von Margit Hainzl und Emil Wimmer
4. Juli 2010, 10:05
Die Gegend zwischen Rhein und Ruhr ist eine der wichtigsten Regionen der Industriegeschichte. Aus der Fülle der erhaltenen Industrieanlagen ist in Witten, der Wiege des Ruhrbergbaus, die Zeche "Nachtigall" hervorzuheben, wo man in engen, niedrigen Stollen hautnah die Atmosphäre unter Tage erleben kann. Auch andere Denkmäler der Industriekultur wie das 1899 eingeweihte Schiffshebewerk Henrichenburg bei Waltrop wurden sorgfältig konserviert.
Wieder andere wie das frühere Stahlwerk Duisburg-Meiderich werden neu genutzt: In den ausgedienten Industriehallen finden Ausstellungen, Konzerte, Theater- und sogar Opernaufführungen statt; Sporttaucher nutzen den mit 20.000 m3 Wasser gefluteten Gasometer, Kletterer die schrundigen Betonwände der ehemaligen Erzbunker. Und auch der Natur wurde vielerorts gestattet, sich die Abraumhalden und weitläufigen Industriebrachen zurückzuerobern. Zuweilen kann man auf unvermutete Idyllen treffen, auf einer Wiese am Rhein z. B. beim größten Binnenhafen der Welt einen Schäfer mit seiner Herde ...
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