Gedanken
Genauigkeit und Seele - Der Regisseur, Autor und Theatergründer Jürgen Kaizik über künstlerische Utopien in Zeiten der Krise. Gestaltung: Ursula Burkert
18. Juli 2010, 13:10
"Die Schatten Hölderlins" heißt das Buch, das Jürgen Kaizik kürzlich herausgebracht hat. Es ist ein hochspannender historischer Kriminalroman und ein historisches Panorama zugleich. Ein Blick in die Vergangenheit, der über die Gegenwart Aufschluss gibt.
Es sind die gesellschaftlichen wie künstlerischen Utopien, die Jürgen Kaizik seit Jahren beschäftigen. Daher kommt auch seine intensive Auseinandersetzung mit Robert Musils Hauptwerk "Der Mann ohne Eigenschaften", dem er ein Theaterstück widmete. Ein Kinofilm soll folgen.
Im Vorjahr hat Jürgen Kaizik den Versuch gestartet, einer weiteren künstlerischen Utopie Raum zu geben. Er gründete in Bad Aussee die "Bluatschwitz Black Box", einen Theaterraum, in dem für jeweils drei Monate nicht nur inhaltlich anspruchsvolles Theater geboten wird, sondern auch ein kulturelles und ästhetisches Prinzip.
Die "Black Box" ist jener Raum, in dem "Schrödingers Katze" zugleich tot und lebendig ist. Was in der physikalischen Welt ein unvorstellbares und dabei exakt beschreibbares Paradox ist, erscheint im Leben der Gesellschaft als Normalzustand: Von der Kultur, auf die sie sich andauernd beruft, weiß niemand mehr, ob und wie sie lebt. Man muss die Schachtel öffnen und hineinschauen. Ab 23. Juli öffnet die "Bluatschwitz Black Box" wieder ihre Pforten.
Service
Jürgen Kaizik: "Die Schatten Hölderlins" Verlag BRAUMÜLLER
Philosophisches Theater BLUATSCHWITZ BLACK BOX
Sigmund-Freud-Straße 39
8990- Bad Ausee
Tel: 0699/17089866
BLUATSCHWITZ BLACK BOX
