Menschenbilder

"Ich bin eine Indianerin" - Bibiana Zeller. Gestaltung: Heinz Janisch

Als Kottans Frau im Fernsehen wurde sie populär. Diesen Sommer steht sie für eine neue Kottan-Verfilmung wieder vor der Kamera. Als Schauspielerin auf der Bühne überzeugt sie stets durch ihre eindrucksvolle Präsenz. Als sie bei Becketts "Endspiel" 1976 im Wiener Akademietheater in einer Mülltonne steckte, zeigte sich das Publikum empört.

Bibiana Zeller, die stille große Dame des Burgtheaters, die auf den ersten Blick so freundlich-unauffällig wirkt, fehlte auch in der Folge nur selten bei Aufführungen neuerer Stücke im Burgtheater. Ob bei Brecht, Thomas Bernhard oder in Elfriede Jelineks "Sportstück" - Bibiana Zeller zeigte keine Berührungsängste. Als "konsequente Bannenträgerin der Moderne" wurde sie von Kritikern gefeiert.

Bibiana Zeller ist gebürtige Wienerin. Sie begann ihre Bühnenkarriere im Theater an der Josefstadt, ging für einige Jahre nach Deutschland. Seit 1972 gehört sie dem Ensemble des Wiener Burgtheaters an, wo sie seither in unzähligen Rollen zu sehen war.

Bibiana Zeller über ihre ungebrochene Neugier auf neue Rollen: "Ich bin eine Indianerin. Ich gehe mit einem offenen Herzen von einem Kreis in den anderen und erlaube mir gar nicht, vom Dagegensein zu leben."

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