Leporello

Menschen - Moden - Lebenskunst.
Dialog in Tönen
Standort des Durchgangs

Dialog in Tönen
Im Rahmen der Konzertreihe "uno due tre" präsentiert der venezolanische Musiker Silfredo Pérez morgen Abend im Wiener Musikverein Kammer- und Vokalmusik aus seiner Heimat. Zu hören sind Werke aus der Feder venezolanischer Komponistinnen und Komponisten für Streicher, Bläser, Tasten- und Zupfinstrumente, Ensembles und Solisten. Ebenfalls mit im Gepäck hat Silfredo Pérez das venezolanische Nationalinstrument "Cuatro", eine vierseitige Gitarre, auf der der Konzertgitarrist auch eigene Kompositionen spielen wird.
Die Konzertreihe "uno due tre" wurde vor drei Jahren von Marialena Fernandes, Lehrende an der Wiener Universität für Musik und Darstellende Kunst, ins Leben gerufen. Der Zyklus versteht sich als "work in progress", lädt ein zu vielfältigen musikalischen Entdeckungsreisen, schafft Raum für klangliche Experimente und betrachtet das Publikum keineswegs nur als Konsumenten, sondern als aktiv Mitwirkende, um die Schranken zwischen Bühne und Publikum zu durchbrechen.
Zum Konzept des Abends gehört, dass nicht nur venezolanische Künstlerinnen und Künstler, sondern auch internationale Interpreten wie etwa das österreichische Trio Acros oder das Blechbläserquintett Zagreb den Abend gestalten und sich mit Improvisationen und spontanen Aktionen musikalisch einbringen.
Gestaltung: Judith Hoffmann

Standort des Durchgangs
Traiskirchen: Jeder kennt den Namen, doch nur wenige kennen die rund 18.000 Einwohner zählende Kleinstadt Traiskirchen, die 20 km südlich von Wien liegt. Es ist ein Ort, der im Schatten medialer Berichte steht, ein Ort, der in den Reden von Populisten als "Schandfleck" tituliert wird. Ein Ort, der immer wieder zum Synonym für menschenunwürdige Zustände wird. Wer den Namen Traiskirchen hört, denkt an Österreichs Asylpolitik: Mehrere Millionen Menschen haben in Traiskirchen bereits vorübergehend Station gemacht, Schutzsuchende, die vor der Verfolgung in ihren Heimatländern geflohen sind. Wie das Leben in so einem Ort aussieht, haben Marlene Hausegger, Eva Engelbert, Tina Oberleitner und Roswitha Weingrill in einem Buch dokumentiert, das den lapidaren Titel "Traiskirchen" trägt. Ein ganzes Jahr lang haben die jungen Künstlerinnen am Schauplatz Traiskirchen recherchiert. Mit dem Ziel, einen Ort des Transits künstlerisch zu vermessen.
Gestaltung: Christine Scheucher

Service

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Buch "Traiskirchen"
Von Eva Engelbert, Marlene Hausegger, Tina Oberleitner und Roswitha Weingrill
Mit einem Vorwort von Marlene Streeruwitz und Beiträgen von Andreas Babler, Karin Blum, Brigitte Hundegger, Anna Jermolaeva, Barbara Kurz und Manucher Zubin Raschidy.

ISBN
Metro-Verlag

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